Wildtier

In Thüringen überfahrene Wölfin wird in Berlin untersucht

Immer häufiger werden in Deutschland in den letzten Monaten Wölfe gesichtet. Ein Tier ist wohl nun bei einem Verkehrsunfall gestorben.

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Bad Klosterlausnitz.  Auf der Autobahn 9 bei Bad Klosterlausnitz ist am Samstagabend wohl ein Wolf überfahren worden. Ein Autofahrer hatte den Kadaver am Rande der Autobahn gefunden.

Der Kadaver des Tieres sei eingefroren worden und solle nun am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung von Experten untersucht werden, sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Tom Wetzling, auf Anfrage.

Entdecker ging davon aus, Hund gefunden zu haben

Der Entdecker war zunächst davon ausgegangen, einen Hund gefunden zu haben, hieß es. Nach einer ersten Einschätzung eines Mitarbeiters der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) handele es sich aber wahrscheinlich um einen Wolf, sagte eine andere TLUG-Mitarbeiterin am Montag.

Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass die Autobahnpolizei bestätigt habe, dass es sich bei dem Tier um eine Wölfin handelt. 2018 wurden immer wieder angebliche Wölfe in Thüringen gesichtet. Die in Deutschland geschützten Tiere können auf Wanderschaft weite Strecken zurücklegen.

In Thüringen ist bislang nur eine Wölfin mit festem Revier auf dem Truppenübungsplatz im etwa 100 Kilometer von Bad Klosterlausnitz entfernten Ohrdruf bekannt. Sie zeugte 2017 mit einem Haushund sechs Mischlinge. Inzwischen wurden mehrere der Hybriden erschossen – sie gefährden nach Auffassung mancher Artenschützer den Genpool der Wildtiere. (dpa/ac)

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