Beben

Erdbeben der Stärke 6,9 erschüttert Süden der Philippinen

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Ein Seismograph zeichnet Erdstöße auf (Symbolbild). Auf den Philippinen hat es am Smastag ein Erdbeben gegeben.

Ein Seismograph zeichnet Erdstöße auf (Symbolbild). Auf den Philippinen hat es am Smastag ein Erdbeben gegeben.

Foto: Petrovich9 / iStock

Ein Erdbeben hat den Süden der Philippinen getroffen Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung aus – relativierten sie aber wieder.

Singapur/Manila.  Wieder wackelt die Erde auf den Philippinen: Ein schweres Beben hat die Region im Süden des Landes erschüttert. Die Stärke wurde mit 6,9 angegeben, zuvor hatten die Behörden von einem Beben der Stärke 7,2 gesprochen.

Meldungen über Schäden oder Verletze gab es zunächst nicht. Ein Behördenvertreter sagte: „Das Erdbeben war nicht zerstörerisch.“ Augenzeugen berichten, das beben habe etwa eine Minute gedauert.

Berichten von Augenzeugen zufolge dauerte die Erschütterung etwa eine Minute.

Tsunami-Warnung wurde abgeschwächt

Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum löste nach dem Beben eine Tsunami-Warnung aus. Für einige nahe liegende Gebiete bestehe die Gefahr eines Tsunamis, hieß es. Gefährliche Wellen seien an Küsten möglich, die im Umkreis von 300 Kilometern vom Epizentrum des Erdbebens entfernt seien, hieß es in einer Bekanntmachung.

Die Behörden forderten die Menschen auf, vom Strand wegzubleiben. Menschen, deren Häuser nahe der Küste liegen, sollten sich ins Landesinnere begeben.

Die Tsunami-Warnung wurde später deutlich abgeschwächt. Laut dem Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen (Phivolcs) wurden lediglich Wellen in einer Höhe von bis zu 80 Zentimetern über den Gezeiten gemeldet.

In Indonesien starben Hunderte nach Tsunami

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Tsunami Tunesien getroffen. Mehr als 430 Menschen starben, Hunderte werden noch vermisst. Auslöser für die Flutwelle war der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau. Die Behörden in Indonesien haben die Warnstufe für den Vulkan erhöht.

Indonesien erhöht Warnstufe für Vulkan Anak Krakatau
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Das Epizentrum des Bebens auf den Philippinen lag laut dem Institut für Vulkanologie und Seismologie des Landes 162 Kilometer südöstlich der Gemeinde Governor Generoso in der Provinz Davao Oriental.

Warum die Philippinen immer wieder von Erdbeben getroffen werden

  • die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring
  • auf dem Feuerring ereignen sich etwa 90 Prozent der Erdbeben weltweit

Das letzte starke Erdbeben erschütterte das Land im Oktober 2013: Damals wurden durch ein Beben der Stärke 7,1 mehr als 220 Menschen getötet. Im Juli 1990 kamen bei einem Beben der Stärke 7,8 auf der im Norden liegenden Insel Luzon mehr als 2400 Menschen ums Leben. Das war eines der schwersten Beben, von denen das Land jemals getroffen worden war. (dpa/rtr/sdo)