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Weihnachtsfeier bei Polizei eskaliert: Blut und Diebstahl

In Hannover ist die Weihnachtsfeier der Zentralen Polizeidirektion eskaliert. Es gab eine Verletzte, es fehlen mehrere Hundert Euro.

Bei der Zentralen Polizeidirektion in Hannover ist die Weihnachtsfeier eskaliert – es floss Blut. (Symbolbild)

Bei der Zentralen Polizeidirektion in Hannover ist die Weihnachtsfeier eskaliert – es floss Blut. (Symbolbild)

Foto: Rene Ruprecht / dpa

Hannover.  Weihnachtsfeiern geraten ja öfter mal etwas außer Kontrolle. Was sich in Hannover zugetragen hat, ist dann doch außergewöhnlich – vor allem, weil es sich um das Fest einer Behörde handelte.

Tatsächlich ist die Weihnachtsfeier der Zentralen Polizeidirektion so eskaliert, dass das interne Mitarbeitermagazin darüber berichtete.

Kochsalzlösung gegen Brummschädel und Wildpinkelei

In dem Artikel, der der „Hannoverschen Allgemeine Zeitung“ vorliegt, wird dargelegt, dass eine junge Frau eine Platzwunde davontrug, nachdem sie seine Bierflasche an den Kopf bekommen hat.

So berichten die Autoren davon, dass ein Feiernder statt auf die Toilette zu gehen, gegen eine Art Feuerhütte gepinkelt habe, und dann „in den Dreck“ fiel. Wieder andere Partygäste hätten sich Kochsalzlösung zugeführt, „damit der Schnaps keinen Brummschädel verursacht“, zitiert die „HAZ“.

Gast im Schwitzkasten – um Prügelei zu verhindern

Ein Gast habe in den Schwitzkasten genommen werden müssen, damit er nicht andere Teilnehmer der Feier angreife. Und es fehlte am Ende laut des Berichts auch noch eine Geldkassette mit mehreren hundert Euro. Dazu gebe es einen weiteren Diebstahlsfall und einen kaputten Rückspiegel an einem Bulli.

Der Sprecher der Behörde, Karsten Wolff, sagte der Zeitung, die Vorfälle machten ihn „sehr betroffen.“ Das habe man so noch bei keiner Weihnachtsfeier erlebt. Für die Party sei das sonst geltende Alkoholverbot aufgehoben worden. „Wir haben eine Vorbildrolle und werden die Vorfälle intensiv aufarbeiten.“

Eines sei aber jetzt schon klar, sagte Wolff: „Die Organisatoren werden die nächste Weihnachtsfeier nicht mehr in diesem Rahmen ausrichten.“ Er schloss disziplinarrechtliche oder auch strafrechtliche Konsequenzen nicht aus. (ses/dpa)