Vorweihnachtszeit

Was bedeutet der erste Advent und warum feiern wir ihn?

Am 2. Dezember 2018 ist der erste Advent. Aber was feiern Christen dabei eigentlich ganz genau? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Der erste Advent fällt in diesem Jahr auf den 2. Dezember.

Der erste Advent fällt in diesem Jahr auf den 2. Dezember.

Foto: imago stock&people / imago/CHROMORANGE

Berlin.  „Advent, Advent ein Lichtlein brennt“: Der erste Advent leitet die Vorweihnachtszeit ein. Er fällt allerdings nicht jedes Jahr auf das gleiche Datum.

Woher rührt der Name überhaupt genau, wie lang ist die Adventszeit und was feiern wir eigentlich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wann ist der erste Advent?

Die einfache Faustregel lautet: Der erste Advent ist immer am ersten Sonntag nach dem 26. November. Das bedeutet für das Jahr 2018, dass der Beginn der Vorweihnachtszeit auf Sonntag, 2. Dezember, fällt.

Woher stammt der Name Advent?

Das Wort Advent leitet sich ab vom lateinischen Begriff „adventus“ (Ankunft), womit die Ankunft des Herrn gemeint ist. Die Christenheit bereitet sich ab diesem Datum also auf das Fest der Geburt Jesu Christi vor, die sie als Menschwerdung Gottes feiern – eben Weihnachten.

In vorchristlicher Zeit hatte der Begriff Advent noch eine umfassendere Bedeutung. Er bezeichnete auch die Ankunft eines hohen Amtsträgers, also zum Beispiel eines Königs oder eines Kaisers.

In die Adventszeit fällt natürlich traditionell auch der Brauch des Adventskalenders. Er gehört seit dem 19. Jahrhundert zu den Bräuchen in der Adventszeit. Adventskalender müssen übrigens nicht immer aus Schokolade bestehen – es gibt auch originelle Ideen für selbstgemachte Adventskalender.

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Was wird in der Adventszeit noch gefeiert?

Die Dauer der heutigen Adventszeit geht auf das 7. Jahrhundert zurück. In der Römischen Kirche hatte es zuvor sogar zwischen vier und sechs Sonntage im Advent gegeben. Erst Papst Gregor änderte das und legte die Zahl der Sonntage auf vier fest.

In seiner ursprünglichen Idee symbolisierten die vier Wochen auch die 4000 Jahre, die die Menschen nach dem Sündenfall im Paradies auf die Ankunft des Erlöser warten mussten.

Der erste Advent läutet außerdem nicht nur den Beginn der Weihnachtszeit ein, sondern ist auch der Anfang des neuen katholischen und evangelischen Kirchenjahres.

Woher stammt der Brauch mit dem Adventskranz?

Der Adventskranz wurde im Jahr 1839 von dem evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern eingeführt. In Hamburg kümmerte er sich um in Armut lebende Kinder, unter anderem in der von ihm gegründeten Einrichtung, dem sogenannten „Rauhen Haus“.

Die Geschichte zum Kranz: Weil die Kinder immer gefragt haben, wann endlich Weihnachten sei, baute Wichern aus einem Wagenrad und einem Holzkranz den ersten Adventskranz. Der Wichernsche Adventskranz besteht aus 20 kleinen roten Kerzen und vier großen weißen – und gab den Kindern damals wie heute Orientierung in der Weihnachtszeit.

Aus diesem traditionellen Kranz entstand der heutige Adventskranz, der etwa seit dem Jahr 1860 aus Tannengrün gefertigt wird.

Wie lange dauert die Adventszeit?

Das ist von Jahr zu Jahr ganz unterschiedlich. Die längst Adventszeit feiern Christen, wenn der erste Advent auf dem 27. November liegt: 28 Tage bis Weihnachten. In diesem Jahr ist die Adventszeit mit insgesamt 23 Tagen daher relativ kurz.

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