AKW

Panne in Atomkraftwerk Dukovany in Tschechien

Am AKW-Standort Dukovany musste ein Uralt-Reaktor unplanmäßig abgeschaltet werden. Es gibt demnach Hinweise auf ein undichtes Rohr.

Das tschechische Atomkraftwerk Dukovany.

Das tschechische Atomkraftwerk Dukovany.

Foto: Peter Endig / dpa

Dukovany.  Der Reaktorblock 1 im tschechischen Atomkraftwerk Dukovany ist am Sonntag unplanmäßig abgeschaltet worden. Das teilte ein Sprecher des Betreibers CEZ am Montag nach Angaben der tschechischen Nachrichtenagentur CTK mit.

Das AKW Dukovany ist mehr als 30 Jahre alt und wurde in den Jahren 1985 bis 1987 in Betrieb genommen. Es liegt 100 Kilometer nördlich von Wien und 200 Kilometer östlich von Passau.

Grund für das Abschalten des Reaktors sei der Verdacht auf ein undichtes Rohr im Bereich eines der Dampferzeuger. Es werde erwartet, dass der Fehler bis Ende der Woche behoben werden kann. Der betroffene Reaktorblock 1 war erst im Frühjahr zwei Monate lang für den Brennelementewechsel, technische Kontrollen und Modernisierungen abgestellt gewesen.

AKW-Betrieb wird mit Kameras überwacht

Der Betrieb der Dampferzeuger werde kontinuierlich mit Dutzenden Messsensoren und mit Kameras überwacht, sagte der AKW-Sprecher demnach. Der Dampf der Dampferzeuger treibt Turbinen an und diese wiederum einen Generator, der elektrischen Strom erzeugt.

Der verwendete sowjetische Reaktortyp WWER 440/213 kam unter anderem auch im fünften Block des früheren Atomkraftwerks Greifswald zum Einsatz. (dpa/jha)