Ostfrankreich

Junge (9) totgeprügelt – weil er keine Hausaufgaben machte

Ein Neunjähriger wurde totgeprügelt. Offenbar, weil er seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Im Verdacht: vier Familienangehörige.

Eine Autopsie hatte zur Festnahme der Familie geführt.

Eine Autopsie hatte zur Festnahme der Familie geführt.

Foto: Julien Mattia / Le Pictorium / imago/Le Pictorium

Berlin/Paris Es ist eine unfassbare Tat, von der die französische Staatsanwaltschaft berichtet: Ein Neunjähriger soll im elsässischen Mülhausen (Mulhouse) totgeprügelt worden sein. Der Grund: Er hatte seine Hausgaben nicht gemacht.

Ermittler haben in Mülhausen nun vier Menschen aus der Familie und deren Umkreis in Gewahrsam genommen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Nach Informationen der Agentur handelt es sich um die Mutter, die Schwester, den Bruder und dessen schwangere Freundin. Lokale Medien berichten, dass bei der Tat ein stumpfer Gegenstand zum Einsatz kam.

Die Mutter habe dem älteren Bruder (19) demnach befohlen, den Jungen zu schlagen. Erste eine Autopsie des toten Jungen hatte zu den Festnahmen geführt.

Geschwister hatten versucht, ihn wiederzubeleben

Mitte September war das Kind gefunden worden – im eigenen Zuhause, leblos. Seine Schwester hatte laut dem Bericht gemeinsam mit seinem Bruder und dessen Freundin den Krankenwagen alarmiert und nach eigenen Angaben noch versucht, den Neunjährigen wiederzubeleben. Doch sie hatten keine Chance.

Es sei heftig geschlagen worden, zitiert die Agentur die Staatsanwaltschaft. Das sei auch der Grund für seinen Tod gewesen. Die Mutter war während der Tat nicht zu Hause.

Die vier Festgenommenen werden an diesem Donnerstag dem Richter vorgeführt. (ses/dpa)

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