Unglück

Unfall bei Fasanen-Jagd: Jäger erschießt Frau statt Vogel

Während einer Fasanenjagd hat ein Jäger in der Slowakei aus Versehen eine Frau erschossen. Die Zahl der Jagdunfälle dort häuft sich.

Der Schuss traf die 29-Jährige in den Rücken. Sie war mit ihrem Hund als Treiberin unterwegs. (Symbolbild)

Der Schuss traf die 29-Jährige in den Rücken. Sie war mit ihrem Hund als Treiberin unterwegs. (Symbolbild)

Foto: Patrick Pleul / dpa

Tödliche Verwechslung: Statt eines Fasans hat in der Slowakei ein Jäger eine Frau erschossen. Der Unfall ereignete sich bei einer Fasanen-Treibjagd nahe der südwestslowakischen Gemeinde Mojmirovce.

Wie eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur TASR erklärte, werde noch ermittelt, welcher der Teilnehmer den tödlichen Schuss in den Rücken der 29-Jährigen abgefeuert habe.

Die aus einem Nachbarort stammende Frau sei mit ihrem Hund als Treiberin bei der Jagd eingesetzt gewesen, um die Vögel aufzuscheuchen. Sie sei im Krankenhaus der Regionalhauptstadt Nitra ihren Verletzungen erlegen.

Jagd als Hobby für „unerfahrene Neureiche“

In der Slowakei kam es in den vergangenen Jahren zu mehreren tödlichen Jagdunfällen . Jagdexperten kritisierten deshalb gegenüber den Medien, dass die Jagd zu einem Hobby für „unerfahrene Neureiche“ geworden sei.

Diese brächten bei ihren nur gelegentlichen Jagdteilnahmen nicht die Geduld professioneller Jäger auf, die oft auch ohne erschossenes Tier heimzukehren gewohnt seien. Noch dazu werde bei großen Jagden trotz Verbots oft auch Alkohol getrunken. (dpa/jb)

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