Soundgarden-Musiker

Toter Grunge-Musiker: Chris Cornells Familie verklagt Arzt

Der Audioslave- und Soundgarden-Frontmann Cornell galt als einer der Wegbereiter der Grunge-Musik. Vor einem Jahr brachte er sich um.

US-Musiker Chris Cornell auf der Bühne mit seiner Band „Soundgarden“.

US-Musiker Chris Cornell auf der Bühne mit seiner Band „Soundgarden“.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Los Angeles.  Medikamente führten zum Tod des Musikers. Das behauptet Chris Cornells Familie und reicht Medienberichten zufolge Klage gegen den ehemaligen Arzt des Sängers ein.

Die Familie wirft dem Mediziner vor, Schuld am Tod des Audioslave- und Soundgarden-Frontmanns gewesen zu sein, berichtete der Sender CNN. Die Klage sei am Donnerstag (Ortszeit) an einem Gericht in Los Angeles eingereicht worden.

Chris Cornell vor allem durch Grunge-Musik berühmt

Der Sänger und mehrfache Vater Chris Cornell hatte sich im Mai vergangenen Jahres mit 52 Jahren das Leben genommen. Vor seinem Suizid nahm er rezeptpflichtige Medikamente.

Berühmt war Cornell vor allem in der Grunge- und Alternative-Rock-Szene. Mit dem Song „You Know My Name“ aus dem James-Bond-Film „Casino Royale“ war er aber auch einem breiteren Publikum bekanntgeworden.

Nun werfe die Familie Cornells Arzt vor, er habe dem Sänger „fahrlässig und wiederholt“ gefährliche und bewusstseinsverändernde Medikamente verschrieben, zitierte CNN aus der Anklage. Die Medikamente hätten Cornell zu impulsivem Verhalten veranlasst, das er nicht habe kontrollieren können – und das hätte ihn letztlich das Leben gekostet.

Arzt weist Vorwürfe zurück

Der Anwalt des Arztes wies die Vorwürfe zurück. Die Behandlung Cornells durch seinen Mandanten habe dem Standard entsprochen, sagte James Kjar laut CNN.

Am 18. Mai, dem Todestag des Musikers, hatte sich Cornells Familie am Grab des Stars in Hollywood versammelt. Auch Fans waren gekommen und trauerten zusammen mit den Angehörigen. (dpa/msb)

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