Polizeieinsatz

Mann bedroht Mitarbeiter von Ausländerbehörde in Bottrop

In der Bottroper Ausländerbehörde sind Mitarbeiter bedroht worden. Das Amt ist bis auf Weiteres geschlossen. Das ist der Hintergrund.

Die Polizei musste bei einen Streit in der Bottroper Ausländerbehörde eingreifen (Symbolbild).

Die Polizei musste bei einen Streit in der Bottroper Ausländerbehörde eingreifen (Symbolbild).

Foto: Silas Stein / dpa

Bottrop.  Mehrere Mitarbeiter einer Ausländerbehörde in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch bedroht und körperlich angegriffen worden. Daraufhin hat die Stadt Bottrop am Donnerstag beschlossen, die Behörde bis auf Weiteres geschlossen zu lassen.

Nach den Angriffen müssten die Mitarbeiter die Vorgänge erst einmal verkraften, begründete Stadt-Sprecher Andreas Pläsken die außergewöhnliche Entscheidung.

Angriff war „schon relativ heftig“

Die Stadt hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Das ist auch der Grund, warum die Sprecherin zunächst keine näheren Angaben machen will. Nur so viel: Der Angriff sei „schon relativ heftig“ gewesen. Laut Polizei blieb es auch nicht nur bei der verbalen Drohung, der Mann habe auch mindestens einen Mitarbeiter gestoßen.

Laut des Bottroper Polizeisprechers Michael Franz soll ein 42-Jähriger in einen Streit mit einem Sachbearbeiter der Behörde geraten sein. Dabei ging es den bisherigen Erkenntnissen der Polizei zufolge um Geld. Der Mann aus Bottrop soll sich darüber aufgeregt haben, dass das Amt ihm eine Auszahlung verweigert habe. Die Meinungsverschiedenheit eskalierte, es kam zum Streit.

„Der Mann hat sich offenbar immer weiter gesteigert und in Rage geschimpft“, sagte der Polizeisprecher der „WAZ“, die wie diese Redaktion auch zur Funke Mediengruppe gehört. Dann habe er den Mitarbeitern der Ausländerbehörde gedroht, „dass er mit einem Messer wieder zurückkommen werde“, sagte Franz.

Polizei hat Bottroper vorübergehend festgenommen

Während der Bottroper das Gebäude verließ, verständigten die bedrohten Mitarbeiter die Polizei. Eine Streifenwageneinheit wurde umgehend zur Adresse des 42-Jährigen geschickt. Der Mann war auch tatsächlich zu Hause und wurde vorläufig festgenommen.

In der Vernehmung sagte er später, er habe die Drohung nicht ernst gemeint. Er habe das „einfach so“ gesagt und es tue ihm leid. Der Mann hat die Polizeiwache nach dem Verhör wieder verlassen. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet. (sat)