Einsatz

Geiselnahme in Hamburg – Polizei stürmt Wohnung

Ein Geiselnehmer in Hamburg-Wandsbek hatte zwei Frauen für mehrere Stunden in seiner Gewalt. Am Mittag stürmte die Polizei die Wohnung.

In Hamburg-Wandsbek ist die Polizei wegen einer Geiselnahme im Einsatz.

In Hamburg-Wandsbek ist die Polizei wegen einer Geiselnahme im Einsatz.

Foto: Michael Arning

Berlin.  Bei einer Geiselnahme in Hamburg hat ein Mann (39) zwei Menschen stundenlang in seiner Gewalt gehalten. Am Mittag stürmte das SEK die Wohnung und nahm den Mann fest. Es gebe keine Verletzten, hieß es. Der Täter wurde unter strenger Bewachung zu einem Krankenwagen gebracht und weggefahren.

Eine Verhandlungsgruppe der Polizei sowie das Spezialeinsatzkommando SEK waren zuvor vor Ort, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete. Es soll sich um einen psychisch auffälligen Täter handeln, der eine Schusswaffe bei sich hatte. Bei den Geiseln soll es sich um Frauen gehandelt haben, die möglicherweise Familienmitglieder sind. Die Polizei hatte am Sonntagmorgen mit einem Großaufgebot das Haus umstellt.

Geiselnehmer verlangte nach Capri-Sonne

Die genauen Hintergründe der Geiselnahme waren noch ungewiss. Offenbar wurden zunächst Polizisten zu der Wohnung gerufen. Der Mann soll mit einer Waffe auf sie gezielt haben. Auch der Einsatz von Pfefferspray konnte ihn nicht außer Gefecht setzen.

Dann verschanzte er sich in der Wohnung. Die Polizei verhandelte mit dem Mann und brachte ihm etwas zu trinken. Der Geiselnehmer verlangte nach Capri-Sonne, die er vom SEK bekam. Er drohte offenbar damit, die Menschen in seiner Gewalt zu töten.

Laut „Hamburger Abendblatt“ hatte der Mann nachts mehrfach die Polizei gerufen, mal ein Feuer gemeldet, mal anderes. Er gilt seit Längerem als polizeibekannt und psychisch auffällig. (les/fmg)