Tierschutz

Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche ist erneut Preisträger

Die Feldlerche hat schon ein Konzert von Ed Sheeran verhindert und war bereits Vogel des Jahres. Warum der Vogel erneut gewählt wurde.

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres.

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres.

Foto: Andreas Neuthe / dpa

Berlin.  Die Feldlerche wird Vogel des Jahres 2019. Für den Vogel ist die Auszeichnung nicht neu und in den Schlagzeilen war er sogar gemeinsam mit dem Popstar Ed Sheeran. Doch Profit konnte der Vogel daraus nicht schlagen.

Die Auszeichnung Vogel des Jahres soll nämlich vor allem ein Zeichen für den Arten- und Tierschutz sein. Vögel, die ausgezeichnet werden, sind in den Augen von Tierschützern meist besonders gefährdet.

Mit zwischen 1,3 und zwei Millionen Paaren gehöre die Feldlerche zwar immer noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands. Ein Drittel der Feldlerchen seien aber in den vergangenen 25 Jahren verschwunden.

Zwischen 1990 und 2015 habe es einen Bestandsrückgang um 38 Prozent gegeben, heißt es vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV), die sich zu dem Preis geäußert haben.

„Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug, um die Art zu retten“, erklärten die beiden Verbände zur Wahl im Jahr 1998. Die Verbände verstehen die diesjährige Auszeichnung als Aufruf zu grundlegenden Änderungen der europäischen Agrarpolitik, hieß es.

Absage von Ed-Sheeran-Konzert wegen der Feldlerche

Die intensive Landwirtschaft hierzulande mit zunehmenden Monokulturen sei schließlich ein Hauptgrund für den Bevölkerungsrückgang der Feldlerche. Auch in den Überwinterungsgebieten des Zugvogels hätten sich die Nahrungsbedingungen durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Pestizide weiter verschlechtert. Aus vielen Gebieten Deutschlands sei der Vogel bereits völlig verschwunden.

In die Schlagzeilen hatte es die Feldlerche zuletzt im Zusammenhang mit der Konzert-Tour des Musikers Ed Sheeran gebracht. So wurde ein Konzert in Mülheim an der Ruhr unter anderem deshalb verlegt, weil nahe des Veranstaltungsgeländes am Flughafen Mülheim/Essen Feldlerchen nisteten. Das Konzert wurde zunächst nach Düsseldorf und dann nach Gelsenkirchen verlegt.

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Die Feldlerche stehe als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter gehe, so die Verbände.

Der Vogel wird etwa 16 bis 18 Zentimeter lang und ist mit seinem beigen bis rötlich-braunen Gefieder gut getarnt. Der einzige Schmuck besteht aus schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf und einer kleinen Federhaube. Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind, heißt es. (epd/ac)

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