Ermittlungen

Frau versteckt toten Mann in Wohnung – eineinhalb Jahre lang

Warum der Mann gestorben ist, muss nun eine Obduktion klären (Symbolbild).

Warum der Mann gestorben ist, muss nun eine Obduktion klären (Symbolbild).

Foto: Marcel Kusch / dpa

Eingewickelt in Bettlaken hat eine Hamburgerin die Leiche ihres Ehemanns aufbewahrt. Sie hatte wohl Schwierigkeiten, loszulassen.

Hamburg.  Gruseliger Fall für die Hamburger Polizei: Eine 73-jährige Frau hat ihren toten Ehemann (74) eineinhalb Jahre lang in der gemeinsamen Wohnung aufbewahrt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte am Montag den Vorfall. Zunächst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Demnach machte sich der Vermieter einer zweistöckigen Wohnung im Hamburger Stadtteil Pöseldorf Sorgen um das Ehepaar. So hatte er den Ehemann seit eineinhalb Jahren nicht gesehen. Der Mann verständigte darum die Polizei, die am 19. September nach dem Rechten sah.

Die Ehefrau habe einen völlig normalen Eindruck gemacht, zitiert die „Bild“ einen Beamten. Doch als sie ein verschlossenes Zimmer nicht öffnen wollte, wurden die Beamten misstrauisch.

Leiche war bereits stark verwest

Auf dem Bett in dem Zimmer fanden sie die schon stark verweste Leiche des Ehemannes – eingewickelt in Bettzeug und Packpapier. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, fand aber keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden.

„Es handelt sich wohl um ein tragisches Familiengeschehen“, sagte Sprecherin Nana Frombach. „Die alte Dame hatte wohl Schwierigkeiten, loszulassen.“

Nach Verwesung soll es in der Wohnung nicht gerochen haben, die Frau habe immer ausreichend gelüftet, so die Beamten. (dpa/jha)

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