Aktionstag

Polizei kontrolliert bundesweit Radfahrer mit Kopfhörern

Gefahren durch zu laute Musik: Fast 11.000 Polizisten kontrollieren an diesem Donnerstag bundesweit Radfahrer. Der Grund: Kopfhörer.

Radfahrer dürfen im Straßenverkehr Musik hören – in einer Lautstärke, die das Gehör nicht beeinträchtigt.

Radfahrer dürfen im Straßenverkehr Musik hören – in einer Lautstärke, die das Gehör nicht beeinträchtigt.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Magdeburg.  Beim Fahrradfahren Kopfhörer tragen? Ist nicht verboten – allerdings mit Einschränkungen. Am Donnerstag sind unter anderem deswegen fast 11.000 Polizisten auf Deutschlands Straßen unterwegs. Los geht der bundesweite Aktionstag am frühen Morgen (6 Uhr), wie das organisierende Innenministerium in Sachsen-Anhalt mitteilte.

Besonders im Visier sind Radler und Fußgänger mit Kopfhörer und Handy. Aber auch Auto- und LKW-Fahrer müssen sich auf Kontrollen einstellen.

Verwarnung von zehn Euro möglich

Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ist es generell nicht verboten, beim Radfahren Kopfhörer zu tragen. So sei es erlaubt, Musik zu hören, wenn die Lautstärke die Verkehrstüchtigkeit nicht beeinträchtigt. Wenn Radfahrer von der Polizei angesprochen werden und nicht reagierten, könne es allerdings eine Verwarnung mit zehn Euro wegen erheblicher Beeinträchtigung des Gehörs geben, teilt der ADFC mit.

Am Donnerstag sind insgesamt etwa 3200 Aktionen geplant, heißt es beim Ministerium. Neben reinem Anhalten und Belehren von Gurtmuffeln, Handysündern oder Dränglern seien zahlreiche Infoaktionen geplant. So können Interessierte in Parcours oder mit Fahrsimulationen selbst testen, wie Ablenkung am Steuer ihre Fahrleistung beeinträchtigt.

Die Innenminister in Deutschland entschieden 2017, einmal jährlich einen Aktionstag zu organisieren. Jetzt ist die Premiere. So soll auf unterschätzte Gefahren aufmerksam gemacht und die Zahl der Unfälle verringert werden. (dpa/mbr)