Ermittlungen

Randalierer stirbt nach Pfefferspray-Einsatz der Polizei

In Niedersachsen ist ein 39-Jähriger nach einem Polizeieinsatz gestorben. Er soll sich heftig gegen seine Festnahme gewehrt haben.

In Langenhagen ist ein 39-Jähriger bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen (Symbolbild).

In Langenhagen ist ein 39-Jähriger bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen (Symbolbild).

Foto: Werner Scholz / imago/Werner Scholz

Langenhagen.  Ein 39 Jahre alter Randalierer hat sich in Langenhagen bei Hannover heftig gegen eine Festnahme gewehrt und dabei das Bewusstsein verloren – er starb mehrere Stunden später in einem Krankenhaus.

Anwohner hatten am Samstagabend die Polizei alarmiert, weil der Mann Autos beschädigt habe. Als die Polizei eintraf, schlug der Mann nach Angaben vom Sonntag mit einer Eisenstange auf einen Einsatzwagen ein. Der Randalierer habe Steine auf die Polizisten geworfen und sich so heftig gegen die Festnahme gewehrt, dass die Polizisten Pfefferspray einsetzten.

Leiche wird vermutlich obduziert

Daraufhin sei der Mann, bei dem die Polizei Drogenkonsum vermutete, zusammengesackt und habe das Bewusstsein verloren. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens bemühten sich die Polizisten, den Mann wiederzubeleben.

Weil der 39-Jährige bei einem Polizeieinsatz zusammenbrach, übernahm am Sonntag die Staatsanwaltschaft Hannover den Fall. Es gebe bisher aber keinen Anfangsverdacht für ein Fehlverhalten der Polizisten, und deshalb sei noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge dpa.

„Es gibt keine Anhaltspunkte, dass etwas schiefgelaufen sein könnte“, so Klinge. Zur genauen Klärung der Todesursache wird die Leiche des 39-Jährigen vermutlich obduziert. (dpa)