Flugunglück

Nach tödlichem Absturz: Ermittlungen gegen Ausbilder

Ein 15-jähriger Flugschüler war am Wochenende gestorben, als sein Segelflieger abstürzte. Nun wird gegen seinen Fluglehrer ermittelt.

In Niedersachsen ist ein 15 Jahre alter Pilot mit einem Segelflieger abgestürzt.

In Niedersachsen ist ein 15 Jahre alter Pilot mit einem Segelflieger abgestürzt.

Foto: Lara Hann/News38.de / Lara Hann

Braunschweig.  Nach dem tödlichen Absturz eines 15-jährigen Flugschülers in Braunschweig ermittelt die dortige Staatsanwaltschaft gegen dessen Fluglehrer. „Wir haben Ermittlungen gegen den Fluglehrer wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen“, sagte Sprecher Christian Wolters am Montag der dpa. Es gebe einen Anfangsverdacht, erklärte er ohne weitere Angaben.

Der Flugschüler war am Samstag beim Absturz eines Segelfliegers ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet das Flugzeug in der Luft ins Trudeln und zerschellte wenig später auf einem Friedhof in Braunschweig.

Der junge Pilot, der alleine in dem Flieger saß, hatte noch vergeblich versucht, sich mit dem Fallschirm zu retten. Nach Angaben vom Sonntag konnte der Jugendliche das Cockpit noch verlassen. Allerdings öffnete sich sein Fallschirm wohl wegen der zu geringen Höhe nicht mehr. Der Flugschüler prallte etwa 150 Meter vom Friedhof entfernt auf einem Verkehrsübungsgelände auf den Boden.

Flugschüler hatte Steuerprobleme gemeldet

Der 15-Jährige hatte nach Angaben des Deutschen Aero-Clubs (DAeC) Steuerprobleme gemeldet. Kurz vor dem Absturz des Segelflugzeugs habe er vom Fluglehrer die Aufforderung zum Absprung erhalten.

Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln. „Wir haben das schon öfter gehabt mit Minderjährigen“, sagte ein Polizeisprecher zum Alter des Piloten am Wochenende.

Die Segelflugausbildung können Jugendliche ab 14 Jahren beginnen. Nach einer gründlichen Ausbildung mit diversen Prüfungen und Übungsflügen mit und ohne Fluglehrer erhalten Schüler ihre Fluglizenz frühestens zum 16. Geburtstag. (dpa)