Vorfall

„Freundin“ schubst Jugendliche von 20 Meter hoher Brücke

Im US-Bundesstaat Washington wurde eine 16-Jährige von einer Bekannten von einer 20 Meter hoher Brücke gestoßen – mit fatalen Folgen.

Von dieser Brücke wollten die Jugendlichen ins Wasser springen – obwohl ein Schild das verbietet.

Von dieser Brücke wollten die Jugendlichen ins Wasser springen – obwohl ein Schild das verbietet.

Foto: svetlana57 / Getty Images/iStockphoto

Washington.  Die 16-Jährige Jordan Holgerson ist im US-Bundesstaat Washington lebensgefährlich verletzt worden, weil sie von einer Bekannten eine 20 Meter hohe Brücke runtergestoßen wurde.

Die Jugendliche wollte sich mit ihren Freunden beim Baden nahe der Moulton Falls abkühlen. Sie kletterte mit ihnen gemeinsam über das Geländer einer 20 Meter hohen Brücke. Die Jugendlichen wollten von dort ins Wasser springen – obwohl ein Schild das verbietet.

Im Netz kursiert ein Video von Holgerson, wie sie am Rand der Brücke steht, unsicher auf die Wasseroberfläche unter ihr schaut. Sie scheint noch nicht bereit für den Absprung zu sein.

16-Jährige wird von Brücke gestoßen

Im Hintergrund hört man einen der anderen Jugendlichen zählen: „Drei, zwei, eins.“ Holgerson zögert jedoch weiterhin, sagt: „Nein, ich gehe nicht rein.“ Ein junger Mann, der neben ihr steht, erklärt den Umstehenden: „Sie sagt nein.“ Dann fragt jemand: „Bereit?“

Holgerson kann nicht mehr antworten, weil sie von einer „Freundin“, die hinter ihr steht, ins Wasser geschubst wird. Das alles trifft sie unvorbereitet, ihre Arme rudern in der Luft. Sie hatte keine Zeit mehr, um ihren Körper in die richtige, kerzengerade Position zu bringen und ihn somit vor dem Aufprall zu schützen.

Jugendliche bricht sich bei Sturz fünf Rippen

Holgerson hat laut „Katu News“ schwere Verletzungen von ihrem unbeabsichtigten Sprung davon getragen: Luft-, Speiseröhre und die Lunge wurden beschädigt, fünf Rippen sind gebrochen. „Ich hätte sterben können“, sagt Holgerson gegenüber „Katu News“. Erinnerungen an den Vorfall habe sie kaum, weil sie „ohnmächtig“ geworden sei.

Auch ihre Mutter steht wohl noch unter Schock: „Ich bin sehr sauer auf ihre Freundin. Sie ist erwachsen, sie hätte es besser wissen müssen. Sie hätte meine Tochter töten können.“ Mehreren US-Medien zufolge ermittelt die Polizei nun, ob der Stoß als kriminelle Tat einzustufen ist. (leve)