Palma

Junger Tourist bei „Holi-Party“ auf Mallorca wohl erblindet

Palma. Schlimmes Ende eines sogenannten Holi-Festes auf Mallorca: Ein junger Urlauber aus Schottland ist nach einer der bunten Partys in einer Diskothek der Touristenhochburg Magaluf aller Voraussicht nach erblindet. Der 18-Jährige sei von einer in dem Club installierten Spezialpistole, die ultraviolette Farbe abfeuerte, an den Augen verletzt worden, schrieb die Zeitung „Ultima Hora“ am Sonntag.

Das Unglück ereignet sich bereits am 11. Juli. Der junge Mann, der zusammen mit sechs Freunden auf die Baleareninsel gereist war, werde nun in Schottland behandelt. Es bestehe die Möglichkeit, dass er völlig erblindet sei – jedoch hätten die Mediziner noch etwas Hoffnung, zumindest die Sehkraft seines rechten Auges teilweise wiederherzustellen, hieß es. Die Ärzte in Glasgow konnten nach eigener Aussage nicht glauben, welche Zerstörungskraft die Farbpistole hatte.

Es ist nicht der erste Unfall auf so einer Party. Vor drei Jahren etwa brach bei einer Farbfete in Taiwan in einem Freizeitpark ein Feuer aus, bei dem eine 20-Jährige starb. Es gab Hunderte Verletzte, fast 200 Besucher erlitten teils schlimmste Verbrennungen. Farbpulver soll damals explodiert sein. Das Pulver besteht häufig aus bunt gefärbtem Mehl – und Mehlstaubexplosionen sind etwa aus Bäckereien bekannt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät, das Pulver nicht ins Gesicht zu werfen und als Schutz zumindest Mund- und Nasentücher sowie Sonnenbrillen zu benutzen.

Das indische Fest wird in Europa immer populärer

Die Idee stammt aus Indien. Beim Holi-Fest vergisst das sonst hierarchische Land Kasten, Herkunft und Geschlecht. Am Tag vor dem ersten Vollmond im März begrüßen die Menschen den Frühling. Die Holi-Feste erfreuen sich zunehmend auch in Europa großer Beliebtheit. Allein in Deutschland gibt es den Sommer über Dutzende solcher Veranstaltungen.

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