Waffengewalt

Schüsse in Redaktion – Täter wollte „alle Anwesenden“ töten

Fünf Journalisten sterben, als ein Schütze im Newsroom der „Capital Gazette“ losschießt. Eigentlich wollte er viel mehr Menschen töten.

Kerzen erinnern an die Journalisten der „Capital Gazette“, die am vergangenen Donnerstag in den Redaktionsräumen erschossen wurden.

Kerzen erinnern an die Journalisten der „Capital Gazette“, die am vergangenen Donnerstag in den Redaktionsräumen erschossen wurden.

Foto: LEAH MILLIS / REUTERS

Annapolis.  Fünf Menschen sterben, als Jarred Ramos vor gut einer Woche die Redaktionsräume der US-Zeitung „Capital Gazette“ betritt und mit einer Schrotflinte um sich schießt – aus Rache wegen kritischer Berichterstattung über ihn. Eigentlich wollte er aber noch viel mehr Journalisten töten, wie die Anne Arundel County Police nun mehreren gleichlautenden Medienberichten zufolge mitteilte.

Drei Briefe habe der Täter vor seiner Tat verfasst und abgeschickt. Der Adressat: der Anwalt der Zeitung. In einem Brief kündigt der Schütze seine Tat an und schreibt, er sei auf dem Weg in die Redaktion. In jenem Schreiben spricht er auch davon, dass er das Ziel habe, „alle anwesenden Personen“ zu töten.

Bei dem Angriff am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei innerhalb kürzester Zeit eingreifen und den Schützen festnehmen können. Er habe sich unter einem Schreibtisch verkrochen und sich ohne Gegenwehr festnehmen lassen, teilte die Polizei damals mit.

Die „Capital Gazette“ zählt zu den ältesten Tageszeitungen in den USA. Sie ist das Lokalblatt für die Region und gehört zur Gruppe der „Baltimore Sun“. (jkali)