Gewalt

Blutbad bei US-Zeitung – Redaktion wurde zuvor bedroht

In einer Zeitungsredaktion im amerikanischen Annapolis wurden fünf Menschen erschossen. der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

Annapolis.  Vor den tödlichen Schüssen in einer Zeitungsredaktion in der US-Stadt Annapolis hat es nach Angaben der Polizei Drohungen gegen die Redaktion gegeben. Die Drohungen seien über soziale Medien ausgesprochen worden, sagte Polizeichef Bill Krampf in der Nacht zu Freitag. Details zu Inhalt und Urheber nannte er nicht.

Über den Täter sagte ein Polizeisprecher: „Nach meinen Erkenntnissen war er verärgert über die Zeitung als Ganzes.“ Der Mann habe nicht einzelne Reporter gezielt als Opfer ausgesucht. Der Sender NBC hatte zuvor berichtet, der Tatverdächtige habe vor Jahren einen Rechtsstreit mit dem Blatt ausgetragen – und diesen verloren.

Schüsse mit einem Gewehr

Der Angriff mit einer Schusswaffe mit langem Lauf sei gezielt gewesen. Der Täter sei vorbereitet gewesen, sagte Krampf. Unter anderem hatte er Flüssigkeiten dabei, die Rauch verursachten.

Der Angreifer war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in das Redaktionsgebäude eingedrungen und erschoss fünf Menschen. Ob es sich dabei ausschließlich um Journalisten der Zeitung „Capital Gazette“ handelte, konnte er nicht bestätigen. Der Täter, ein Enddreißiger aus der Region, wurde stundenlang vernommen. Nach Angaben der Polizei kooperierte er nur bedingt. (dpa)

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