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Lena Meyer-Landrut: Neues Album muss vor allem mir gefallen

Basketball-Fan Lena Meyer-Landrut nimmt sich bei den NBA-Finals eine Auszeit von der Album-Arbeit. Ein Gespräch über Sport und Druck.

Vom ESC-Sieg zur Stil-Ikone: Das ist Lena Meyer-Landrut

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Cleveland.  Die Kreativpause ist zwar vorbei, kleine Auszeiten von ihrer Arbeit am neuen Album gönnt sich Sängerin Lena Meyer-Landrut aber trotzdem. Neue Energie tankt sie derzeit bei den NBA-Finals – auch wenn es für ihr Team, die Cleveland Cavaliers, im vierten Spiel gegen die Golden State Warriors am Samstag bereits um alles geht.

Nach dem dritten Spiel am Mittwoch sprach die 27-Jährige mit unserer Redaktion darüber, was sie am Basketball so fasziniert, wie sie selbst mit Druck umgeht und was sie sich für ihr neues Album wünscht.

Es ist kein Geheimnis, dass Sie den Cleveland Cavaliers die Daumen drücken. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Lena Meyer-Landrut: Generell bin ich Fan vom Spiel und ehrlich gesagt auch von einzelnen Spielern – viel mehr als von einem Team. Mich fasziniert LeBron (James) einfach – auf und neben dem Feld. Der Typ ist eine Maschine und ich verfolge, wie er seine Profession angeht und feiere seinen Enthusiasmus und seine Leidenschaft. Playoff-Spiele – und natürlich besonders die Finals – sind wahnsinnig intensiv und es ist einmalig, dabei zu sein.

Was fasziniert Sie an Basketball generell?

Meyer-Landrut: Die Schnelligkeit des Spiels und die Cleverness – dass es körperlich ist, aber trotzdem durchdacht. Es macht einfach Spaß, zuzuschauen. Die Amerikaner mit ihrem professionellen Entertainment tragen natürlich auch ihren Teil dazu bei.

Auch beim Fußball hat man Sie schon gesehen. Wenn Sie sich entscheiden müssten: Basketball oder Fußball?

Meyer-Landrut: Ah, tough one … wahrscheinlich Basketball – aber über die deutsche Nationalmannschaft geht natürlich nichts, bei der WM bin ich ganz vorne mit dabei.

Wie halten Sie sich selbst fit?

Meyer-Landrut: Ich mache viel Sport, hauptsächlich Kraftausdauer im Gym und neuerdings versuche ich auch, laufen zu gehen.

Wann können wir mit Ihrem neuen Album rechnen?

Meyer-Landrut: Ich bin mit Hochdruck dabei, daran zu arbeiten, eine kleine Ruhephase hat mir geholfen, mich wieder zu sortieren und zu fokussieren, und jetzt bin ich zu 100 Prozent für die Musik am Start – ausgenommen von kleinen sportlichen Auszeiten.

Jedes Ihrer Alben landete in Deutschland entweder auf Platz 1 oder 2 der Charts. Erhöht das den Druck oder motiviert das eher?

Meyer-Landrut: Viele Menschen mit meiner Musik, mit meinen Worten zu erreichen, ist toll und ich bin irre dankbar für die Vergangenheit. Selber setze mich nicht unter Druck, denn für mich ist im Moment das Wichtigste, dass das Album als ein fertiges Werk genau so wird, wie ich es mir vorstelle. Viele Menschen damit zu erreichen, ist ein Wunsch, aber keine Erwartung oder Bedingung.

Mitte April meldeten Sie sich auf Instagram mit einem Foto von handgeschriebenen Textstücken zurück, möglicherweise Überlegungen für Songtexte. Auf einem dieser Zettel stand auch die Frage „Wovor habe ich am meisten Angst?“. Verraten Sie uns die Antwort?

Meyer-Landrut: Ich verarbeite viele Gedanken und Emotionen in der Musik und in Texten, manchmal Momentaufnahmen, manchmal nachdenkliche Sachen und manchmal auch witzige Geschichten oder Dinge, die ich nicht verstehe. Also noch ein bisschen Geduld und ihr bekommt die Antwort auf die Frage.

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