Großeinsatz

Vermeintlicher Raubtierausbruch: Eifelzoo korrigiert Angaben

Nach einem Hochwasser hatte ein Zoo in der Eifel mehrere Raubtiere vermisst – zum Teil fälschlicherweise. Ein Bär wurde erschossen.

Löwe Malor gähnt in seinem Gehege im Eifelzoo in Lünebach (Rheinland-Pfalz). Der Zoo hatte fälschlicherweise angenommen, dass der Löwe und andere Raubtiere aus ihren Gehegen entkommen waren.

Löwe Malor gähnt in seinem Gehege im Eifelzoo in Lünebach (Rheinland-Pfalz). Der Zoo hatte fälschlicherweise angenommen, dass der Löwe und andere Raubtiere aus ihren Gehegen entkommen waren.

Foto: Harald Tittel / dpa

Bitburg.  Die in einem Zoo in der rheinland-pfälzischen Eifel zeitweise vermissten Raubtiere sind entgegen ersten Informationen der Behörden bis auf einen Bären doch nicht aus ihren Gehegen entkommen. Das sei wegen der Überschwemmungen zunächst nicht erkennbar gewesen, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert, am Freitagnachmittag. Ein Bär sei auf einem Weg im Zoo erschossen worden.

Zunächst hatte der Eifelzoo allerdings gemeldet, dass mehrere große Raubtiere aus ihren Gehegen ausgebrochen seien. Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar waren vermisst worden, nachdem nach einem Unwetter das ganze Zoo-Gelände unter Wasser gestanden hatte.

Einem Bericht des „Trierischen Volksfreundes“ zufolge wurden die Raubkatzen schließlich mit Hilfe einer Drohne auf dem Gelände des Zoos entdeckt.

Der Ausbruch des Bären steht im Zusammenhang mit einem heftigen Unwetter, das in der Eifel getobt hatte. Dadurch seien in der Nacht zum Freitag Gehege in dem Eifelzoo unterspült worden, weshalb die Zäune nicht mehr dicht gewesen seien, erfuhr die dpa.

Anwohner waren aufgerufen, Häuser nicht zu verlassen

Weil zunächst angenommen worden war, dass Löwen, Tiger und Jaguar das Zoogelände möglicherweise verlassen haben könnten, hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Meldung an die Bürger über ihre Warn-App herausgegeben. Die Menschen in der Nähe des Eifelzoos in Lünebach waren aufgerufen worden, Häuser und Wohnungen zunächst nicht zu verlassen und bei Sichtung der Tiere die Polizei anzurufen.

Der Zoo liegt etwa 20 Kilometer südlich der nordrhein-westfälischen Landesgrenze. An der groß angelegten Suchaktion waren nach Angaben des Sprechers der Kreisbehörde Kräfte von Feuerwehr und Polizei sowie Tierärzte beteiligt.

Feuerwehr, Polizei und Tierärzte im Einsatz

Der Eifelzoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier. Der Zoo wirbt auf seiner Homepage mit den Raubkatzen als Attraktion. Insgesamt leben demzufolge rund 60 exotische und einheimische Tierarten auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände. Darunter sind Sibirische Tiger und Afrikanische Löwen. Der 1972 eröffnete Zoo ist ein privater Betrieb und befindet sich in Familienhand. (dpa/ac/moi)

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