Gewalt

Erneut Mädchen in Indien nach Vergewaltigung angezündet

16-Jährige in Indien bei lebendigem Leib verbrannt

16-Jährige in Indien bei lebendigem Leib verbrannt

Ein neuer Vergewaltigungsfall sorgt in Indien für Entsetzen: Eine 16-Jährige wurde im Osten des Landes missbraucht und später bei lebendigem Leib verbrannt. 14 Verdächtige wurden am Samstag fes...

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Erst vor wenigen Tagen wurde in Indien eine 16-Jährige vergewaltigt und verbrannt. Nun gibt es einen weiteren schockierenden Fall.

Neu-Delhi.  Ein neues grausames Vergewaltigungsverbrechen schockiert Indien: Ein 17-jähriges Mädchen wurde im östlichen Bundesstaat Jharkand vergewaltigt und anschließend angezündet, wie indische Medien am Montag berichteten. Das Mädchen sei mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

Es ist der zweite Fall in Jharkand in einem Zeitraum von wenigen Tagen. Am Sonntag starb eine 16-Jährige, nachdem sie laut Polizei von mehreren Männern vergewaltigt und später lebend in Brand gesteckt worden war. Die Ermittler haben im Zusammenhang mit der Tat inzwischen 15 Verdächtige festgenommen. In beiden Fällen kamen die Täter aus demselben Dorf wie die Opfer. Die beiden Dörfer liegen etwa 400 Kilometer voneinander entfernt.

Indiens Regierung verschärfte Strafen

In Indien wurde zuletzt eine ganze Serie brutaler Verbrechen an Frauen und Mädchen bekannt. Kürzlich führte die Vergewaltigung und Ermordung einer Achtjährigen in einem hinduistischen Tempel in Kaschmir zu öffentlichen Protesten, weil Politiker der hindunationalistischen Regierungspartei die Verdächtigen in Schutz nahmen.

Unter dem Eindruck der öffentlichen Empörung verschärfte die Regierung unter Premierminister Narendra Modi das Strafmaß für die Vergewaltigung von Kindern. Es soll den Gerichten nun möglich sein, die Todesstrafe auszusprechen, wenn das Opfer jünger als zwölf Jahre ist.

Täter kommen oft aus der Verwandtschaft

Kritiker sehen darin allerdings keine wirksame Verbesserung für die Sicherheit von Frauen und Mädchen. Sie weisen darauf hin, dass in den meisten Fällen der Täter aus der Verwandtschaft oder Nachbarschaft stammt und dass die Eltern der Opfer vor einer Anzeige eher zurückschrecken würden, wenn der Täter zum Tode verurteilt werden könnte. (epd)

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