Verfahren

YouTube-Star Machère nach Polizisten-Beleidigung vor Gericht

Es war nicht das erste Mal, dass er sich mit der Polizei anlegt. Nun steht Leon Machère wegen Polizisten-Beleidigung vor Gericht.

Leon Machère muss sich vor Gericht verantworten.

Leon Machère muss sich vor Gericht verantworten.

Foto: imago stock&people / imago/Future Image

Augsburg.  Der durch YouTube bekannte Filmer Leon Machère muss sich am Montag (9.30 Uhr) wegen Polizistenbeleidigung vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Hintergrund ist ein Auftritt des Hamburgers im März 2017 in Augsburg.

Weil Machère, der bei YouTube mehr als 2,1 Millionen Abonnenten hat, in der Stadt war, soll sich am Augsburger Königsplatz eine Fangruppe von etwa 1200 Kindern und Jugendlichen gebildet haben. Da die Versammlung nicht angemeldet war und die Polizei in dem Gedränge ein Sicherheitsrisiko sah, nahm sie den Video-Star mit auf die Inspektion.

Üble Beleidigungen gegen Polizei in Videos

Dort soll Machère die Beamten beleidigt haben, indem er sie mit „Du“ anredete. Auf später im Internet veröffentlichten Videos sollen laut Anklage allerdings noch deutlich üblere Beleidigungen gefallen sein, so soll dort beispielsweise auch von „Scheißpolizisten“ die Rede gewesen sein.

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Der 26-Jährige hatte wegen Beleidigung in mehreren Fällen einen Strafbefehl über 32.500 Euro bekommen. Weil er dagegen Einspruch eingelegt hat, kommt es nun zum öffentlichen Prozess. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen war im Vorfeld der Verhandlung von Machère nicht zu erhalten.

Eingeschlossen bei McDonald’s

Auch in seiner Heimatstadt hatte Machère, der bürgerlich Rustem Ramaj heißt, bereits Ärger mit der Polizei. Weil er in einem Video mit Blaulicht durch die Hamburger Innenstadt gefahren ist und Passanten anhielt, wurde gegen Machère im vergangenen Sommer ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung eingeleitet.

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Im Jahr 2016 hatte er sich zudem negative Aufmerksamkeit – und bei Fans auch Zuspruch – mit illegalen Aktionen eingehandelt. Damals hatte sich Machère gemeinsam mit YouTuber ApoRed in Filialen von Ikea, Cinemaxx und McDonald’s einschließen lassen, um dort Videos zu drehen, in denen sie Chips essen. Die Clips tragen Titel wie „Polizei Einsatz“, „Eskalation“ und „Alarm geht an“. (dpa/nsa)

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