Sachsen

Einsatz an Kita – Falschparkende Eltern blockieren Retter

Falschparker vor einer Kita haben einen Rettungseinsatz behindert. Der Bürgermeister des Ortes droht, künftig selbst zu patrouillieren.

Was darf ich auf keinen Fall machen, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert?

Immer wieder kommen Rettungsfahrzeuge zu spät zum Einsatz, weil die Rettungsgasse nicht oder zu spät gebildet wird. Fahrlehrer Franz-Josef Malzewski erklärt, wie sich Autofahrer in solchen Situationen am besten verhalten.

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Neukirchen.  Im sächsischen Neukirchen hat sich der amtierende Bürgermeister Sascha Thamm (Freie Wähler) wütend über Falschparker und Gaffer geäußert, die einen Rettungseinsatz in einer Kindertagesstätte behinderten.

Er sei schockiert und mache die „Faxen nicht mehr mit“. Der Rettungsdienst, der einem verletzten Kind zu Hilfe eilen wollte, sei durch die Autos von Eltern behindert worden, die direkt vor der Kita parkten, statt längere Wege in Kauf zu nehmen.

Außerdem hätten einige Eltern ihre Kinder hochgehoben und in den Rettungswagen schauen lassen. „Ich schäme mich für euch in Grund und Boden und bin maßlos enttäuscht und entsetzt“, schreibt Thamm.

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Ordnungsamt soll täglich kontrollieren

Der Bürgermeister kündigte an, dass das Ordnungsamt nun täglich vor der Kindertagesstätte aktiv sein werde. Aber auch nachdem die Kontrolleure Feierabend hätten, sollten sich Falschparker nicht zu sicher fühlen, schreibt Thamm. Dann nämlich will er persönlich aktiv werden. Er sei stets im Dienst, drohte Thamm.

Gegenüber der „Freien Presse“ sagte Thamm, er wohne in der Nähe der Kita, könne Fotos von Falschparkern machen und sie an das Ordnungsamt weiterleiten.

Ein Kommentar widerspricht der Darstellung

Für seine offenen Worte bekam der Bürgermeister Zuspruch in den Kommentaren unter seinem Beitrag. Es gibt aber auch einen Nutzer, der Thamms Darstellung widerspricht. Er gibt vor, der Vater des verletzten Kindes zu sein und die Situation anders erlebt zu haben.

Er schreibt, es habe keine Traube von Gaffern gegeben und er finde es nicht schlimm, dass die Kinder in den Rettungswagen schauen durften. Das gehöre „zur Neugierde der Kinder“. Er riet „den Ball ein bisschen flacher“ zu halten. (dahe/aba)