Arztserie

„Grey’s Anatomy“ geht auf ProSieben in die 14. Runde

Auf ProSieben startet die 14. Staffel der preisgekrönten US-Serie „Grey’s Anatomy“. Die Folgen überzeugen – und machen Lust auf mehr.

Versuchen, Megan (Abigail Spencer, l.) nach ihrer unerwarteten Rückkehr zu helfen: Teddy (Kim Raver, 2.v.l.), Meredith (Ellen Pompeo, 2.v.r.) und Owen (Kevin McKidd, r.).

Versuchen, Megan (Abigail Spencer, l.) nach ihrer unerwarteten Rückkehr zu helfen: Teddy (Kim Raver, 2.v.l.), Meredith (Ellen Pompeo, 2.v.r.) und Owen (Kevin McKidd, r.).

Foto: Richard Cartwright

Essen.  Das Leben ist ein fortwährendes Chaos, regelmäßig unterbrochen von maximalen Katastrophen. Und manchmal – aber Vorsicht, es ist flüchtig – kommt das Glück dazu: So erzählt es „Grey’s Anatomy“. Und zwar schon seit 2005. Am Mittwoch startet die 14. Staffel der vielfach ausgezeichneten US-Krankenhausserie bei ProSieben.

Mittendrin von Anfang an: Dr. Meredith Grey, gespielt von der durch die Rolle berühmt gewordenen Ellen Pompeo. Ihre Erkenntnisse über das Leben begleiten die ersten und die letzten Bilder jeder Folge (bis auf wenige Ausnahmen, in denen eine andere Figur übernimmt). „Auch wenn ein Tag so wunderschön begonnen hat, endet er vielleicht ganz, ganz schrecklich“, sagt sie zum Beispiel, und das ist kein Scherz, sondern eine Beobachtung. Man muss immer mit allem rechnen, das hat sie gelernt.

Meredith Grey hat alles gesehen

Meredith, die im Laufe der Zeit von der Assistenzärztin zur Klinikmiteigentümerin und Superchirurgin wird, kann nichts mehr schrecken. Sie war schon einmal so gut wie ertrunken, als Derek „McDreamy“ Shepard (Patrick Dempsey) sie aus dem kalten Meer zog. Sie überlebte einen Flugzeugabsturz, eine bewaffnete Geiselnahme und einen Kaiserschnitt bei Stromausfall. Von der emotional harten Kindheit und dem tragischen Tod ihres Mannes ganz zu schweigen.

Eine extreme Biografie, stimmt. Aber trotz der Zuspitzung dessen, was ein Schicksal bereithalten kann, schafft es die längst zur US-Fernseh-Ikone gewordene Serienerfinderin Shonda Rhimes immer, glaubwürdig vom Leben zu erzählen. Sie hat viele Identifikationsfiguren geschaffen, nebenbei gesellschaftliche Debatten abgebildet – und bei möglichst originalgetreuen Operationen reichlich Blut gezeigt.

Eignung der Schauspieler stand im Vordergrund

Beim Entwickeln der Serie wurden die Rollen „farbenblind“ besetzt. Das heißt, sie waren im Drehbuch nicht auf „Afroamerikaner“, „Weißer“, „Asiate“ festgelegt – das zeigte sich erst beim Casting, mit der Entscheidung für den am besten geeigneten Schauspieler, Ethnie egal. Auch die unterschiedlichen Lebensentwürfe der Figuren zeugen von Rhimes’ Ziel, die ganze Vielfalt der amerikanischen Gesellschaft abzubilden.

Das Ende von Staffel 13: Ein Vergewaltiger brennt, dann explodiert eine Sauerstoffflasche und das Feuer breitet sich aus. Dr. Edwards (Jerrika Hinton) opfert sich beinahe selbst, um ein Kind zu retten. Danach kündigt sie als Erstes ihren Job – die Figur verabschiedet sich aus der Serie, wie so viele vor ihr. Es ist über die Jahre ein Kommen und Gehen, ohne das auch diese Serie nicht lebendig zu halten wäre.

Staffel 15 wurde bereits zugesagt

Meredith aber bleibt. Sie hat in Nathan (Martin Henderson) endlich wieder jemanden zum Lieben gefunden, da taucht seine tot geglaubte Verlobte Megan auf (neu: Abigail Spencer). Und Alex (Justin Chambers), der wie Meredith seit der ersten Folge dabei ist, wagt es nicht, Jos (Camilla Luddington) gewalttätigen Ehemann zu stoppen: Stoff genug für die nächste Runde. Staffel 15 wurde übrigens gerade zugesagt – damit stellt „Grey’s Anatomy“ den Rekord des Genre-Klassikers „Emergeny Room“ ein.

Fazit: Tolle Serie. Für Neueinsteiger gibt es viel zu tun: Die 13 ersten Staffeln gibt es auf DVD, bei Amazon Prime, iTunes und Maxdome.

Sendetermin: Mittwoch, 25. April, 20.15 Uhr, ProSieben

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