Sinsheim

Hausverbot für Dutzende Paare: Spaßbad-Sex endet vor Gericht

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Sinsheim. Weil sie gemeinsam in Umkleidekabinen erwischt wurden, haben mehrere Paare Hausverbote und kostenpflichtige Bescheide vom Anwalt eines badischen Spaßbads bekommen. Dagegen wehren sie sich – seit Montag muss sich das erste Paar nun vor Gericht verantworten. Bisher gibt es laut einem Gerichtssprecher etwa zehn verschiedene Verfahren.

Die Vorwürfe sind pikant. Im Zentrum steht die „Badewelt“ in Sinsheim – eine Anlage mit 400 echten Südseepalmen, türkisblauen Lagunen und der angeblich größten Sauna der Welt. Eine Atmosphäre, die offenbar nicht nur passionierte Schwimmer anzieht. Der Lokalpresse zufolge wurden rund 20 Paare mit Hausverboten belegt, weil sie Sex in den Umkleidekabinen gehabt haben sollen. Begründung: Die Hausordnung sehe vor, dass die Kabinen nur einzeln genutzt werden dürfen. Auch Sex sei im Bad verboten. Ein Mann (20) und seine Freundin (19) aus Heilbronn bestreiten in der „Rhein-Neckar-Zeitung“ den Vorwurf, in der Kabine intim geworden zu sein. Stattdessen werfen sie den Sicherheitskräften vor, sie „ausspioniert“ zu haben. Die „Badewelt“ gibt an, die sexuellen Handlungen an der Fußstellung der beiden erkannt zu haben.

Bei ähnlichem Fall verhängte das Gericht eine Arreststrafe

Wie oft gegen die Hausordnung verstoßen werde, will die Geschäftsführung nicht verraten. Im Vergleich zur Gesamtbesucherzahl sei die Zahl „absolut marginal“, heißt es. Die „Badewelt“, die Besucher ihrer Internetseite mit „Willkommen im Paradies“ begrüßt, klagt nun auf Unterlassung und will von den Paaren die Anwaltskosten einfordern.

Die Episode weckt Erinnerungen an einen vergleichbaren Fall: 2015 wurden eine junge Frau (18) und ihr ein Jahr älterer Freund zu Arreststrafen verurteilt, weil sie in der „Erlebnisgrotte“ einer Therme bei Augsburg in flagranti erwischt wurden. Die Härte des Urteils war vor allem ihrem aggressiven Verhalten geschuldet.

( Joe )

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