Albacete

Elefant stirbt bei Verkehrsunfall

Unglück löst in Spanien Empörung und Debatte um Zirkustiere aus

Albacete. Bei einem Unfall eines Elefantentransporters im Südosten Spaniens sind ein Tier getötet und zwei verletzt worden. Der Lastwagen war während eines Überholmanövers aus zunächst unbekannten Gründen umgekippt. Auf Videos und Fotos ist zu sehen, wie ein Elefant nach dem Unfall regungslos im Graben am Straßenrand liegt und weitere, zum Teil stark blutende Tiere auf der Autobahn umherirren. Die Elefanten wurden zum Teil mithilfe eines Krans geborgen. Der Fahrer des Lastwagens blieb Medienberichten zufolge unverletzt. Wohin die Elefanten des Zirkus Gottani ursprünglich gebracht werden sollten, war zunächst unklar.

Der Unfall hat in Spanien eine Diskussion über den Einsatz und die Haltung von Zirkustieren verschärft. „Was muss noch alles passieren, damit man die Ausbeutung von Tieren in den Zirkussen endlich verbietet?“, schrieb die Tierschutzpartei PACMA auf Twitter. Der Sprecher des spanischen Zirkus-Verbandes Circos Reunidos, Ignacio Pedrera, wies die Vorwürfe der Tierschützer derweil zurück. Die Tiere würden in den Zirkussen gut behandelt, versicherte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Europa Press. Die überlebenden Elefanten seien alle in einem eigens errichteten Zelthospital schnell behandelt worden. Sie alle seien in „perfektem Zustand“. Pedrera betonte, er schließe eine „Sabotageaktion von radikalen Tierschützern“ nicht aus. „Das wäre nicht das erste Mal“, sagte er.

Inzwischen gibt es einige europäische Länder, wie zum Beispiel Österreich, die Wildtiere in Zirkussen verboten haben. In Deutschland gab es dafür im März erneut eine Bundesratsinitiative. Einzelne Städte und Gemeinden stellen ihre öffentlichen Flächen nicht mehr für Zirkusse zur Verfügung.

( dpa )

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