Unglück

Telefonische Warnung vor tödlichem Brückeneinsturz in Miami

Eine erst kürzlich errichtete Brücke ist in einem Vorort von Miami eingestürzt. Offenbar warnte kurz zuvor ein Ingenieur vor Rissen.

Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke über einer Autobahn in Miami hat es mehrere Tote und Verletzte gegeben. Die genaue Opferzahl steht noch nicht fest. Medien sprechen von bis zu zehn Toten.

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Miami.  Vor dem Einsturz einer Fußgängerbrücke in Florida ist eine telefonische Warnung vor Rissen in der Konstruktion zunächst ungehört verhallt. Das berichteten US-Medien am Freitag. Einer der Ingenieure habe zwei Tage vor dem Einsturz, bei dem sechs Menschen starben, versucht, einen Mitarbeiter der Baubehörde über seine Beobachtungen zu informieren.

Da der Sachbearbeiter nicht im Büro war, hinterließ der Ingenieur den Hinweis auf „einige Risse“ am nördlichen Ende der Brücke, die er aber als „nicht relevant aus Sicht der Sicherheit“ einstufte, als Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Diese Nachricht sei schließlich erst nach dem Unglück abgehört worden. Jetzt werde überprüft, ob der Einsturz von dem im Telefonat genannten Abschnitt ausgegangen war.

Brücke wurde erst kürzlich errichtet

Beim Einsturz der erst fünf Tage alten Fußgängerbrücke auf dem Gelände einer Universität nahe der Metropole Miami starben mindestens sechs Menschen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte diese Zahl bei einer Pressekonferenz am Freitagmorgen. „Aus einer Rettungsaktion ist eine Bergungsaktion geworden“, sagte er. Zehn weitere Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es in lokalen Medien.

Die Brücke war erst am vergangenen Samstag aufgerichtet worden und sollte Anfang 2019 offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Sie sollte Berichten zufolge so stabil ausgelegt sein, dass sie Hurrikanen widerstehen kann.

Brücke sackte in voller Länge zusammen

Die 950 Tonnen schwere Brücke sackte am Donnerstag plötzlich in ganzer Länge von etwa 53 Metern zusammen und fiel auf die darunterliegende, siebenspurige Straße. Dabei begrub sie mehrere Autos unter sich.

Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Angaben. Der Bauträger kündigte eine Untersuchung an. Die Baukosten gab der „Miami Herald“ mit 14,2 Millionen US-Dollar an. (dpa)