London

Bezahlen mit Bond und Nessy

Großbritannien veröffentlicht neue Münzen mit ungewöhnlichen Abbildungen

London. Eigentlich kennt man von britischen Münzen vor allem ein Gesicht – das von Queen Elizabeth II. Auf allen Pfund-Münzen seit 1952 ist die Königin abgebildet. Doch nun geht es in britischen Portemonnaies etwas spielerischer zu. Die nationale Münzprägeanstalt „Royal Mint“ hat eine neue 10-Pence-Serie vorgestellt. Zu jedem Buchstaben im Alphabet ist darauf eine Abbildung einer britischen Tradition oder eines Mythos zu sehen. So steht das B für James Bond, das L für das Loch Ness mit seinem Seeungeheuer Nessy, das T für den englischen Tee oder das Z für den Zebrastreifen, der erstmals auf Londons Straßen auftauchte.

„Diese Serie zeigt ganz deutlich, was Großbritannien auszeichnet. Wir haben die Quintessenz des Britischen auf Münzen geprägt“, erklärt Kevin Clancy, Direktor des königlichen Münzmuseums. Um herauszufinden, was das Britische wirklich ausmacht, gaben die Münzer im Vorfeld eine Umfrage in Auftrag. Dabei kam unter anderem zum Vorschein, dass Briten mit ihrem eigenen Land vor allem die Tee-Tradition verbinden. Für 86 Prozent gehört das Heißgetränk zur britischen Identität. Der Gin Tonic kam übrigens nur auf zwei Prozent (ebenso wie Kaffee).

Ebenfalls wichtig und auf Münzen abgebildet ist das antike Heiligtum Stonehenge, die roten Doppeldeckerbusse aus London oder das „English Breakfast“ mit Spiegelei, Speck und Bohnen. Doch wer jetzt glaubt, zumindest beim Buchstaben Q wurde die Queen bedacht, irrt. Hier wird das „Queuing“ gezeigt, also das Schlangestehen – offenbar eine Lieblingsbeschäftigung der Briten.

Gedacht sind die Münzen vor allem für Sammler, teilt die „Royal Mint“ mit. Eine kostet umgerechnet 39 Euro. Doch wer möchte, kann natürlich auch ganz normal damit bezahlen.

( lg )

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