München

Justiz-Opfer Mollath fordert 2,1 Millionen Euro von Bayern

München. Mehr als sieben Jahre lang saß Gustl Mollath in der geschlossenen Psychiatrie – zu Unrecht, wie sich herausstellte. Nun zieht er gegen den Freistaat Bayern vor Gericht und fordert mehr als zwei Millionen Euro Schadenersatz. Eine Schadenersatzklage solle Anfang kommender Woche beim Münchner Landgericht I eingereicht werden, erklärte Mollaths Anwalt Hildebrecht Braun am Donnerstag in München. Der Freistaat hatte Mollath eine Entschädigungszahlung in Höhe von 170 000 Euro angeboten.

Mollath zählt zu den bekanntesten Justizopfern der deutschen Geschichte. Er war 2006 nach Körperverletzungsvorwürfen seiner Frau vom Landgericht Nürnberg zwar wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen worden. Da ihm aber Gutachter Wahnvorstellungen und Gemeingefährlichkeit attestierten, wurde er gegen seinen Willen in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Dort verbrachte er mehr als sieben Jahre. Ein Jahr später sprach ihn das Landgericht Regensburg in einem aufsehenerregenden Wiederaufnahmeverfahren vom Vorwurf der Körperverletzung frei.

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