Eurojackpot

Fünf Finnen knacken gemeinsam 90-Millionen-Jackpot

Geknackt im elften Anlauf: Eine Tippgemeinschaft aus Finnland gewinnt den 90-Millionen-Eurojackpot. Auch Deutsche dürfen sich freuen.

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Stockholm/Münster.  Eine fünfköpfige finnische Tippgemeinschaft hat beim Eurojackpot abgeräumt und kann sich über 90 Millionen Euro freuen. Das Glückslos wurde in einem Supermarkt in der Stadt Loimaa abgegeben , gut 100 Kilometer nordwestlich von Helsinki, wo die Ziehung am Freitag stattfand. Es handelt sich um den größten Gewinn, der je in Finnland ausgezahlt werden kann. Die Sieger hatten als einzige die 7-8-24-34-46 plus die zwei Zusatzzahlen 4 und 8 richtig angekreuzt.

Sollten die Mitglieder der Tippgemeinschaft eine gleiche Aufteilung abgesprochen haben, werde man an alle 18 Millionen Euro auszahlen, teilte die finnische Lottogesellschaft Veikkaus mit. Sollten die Tipper keine Kundenkarte genutzt haben, müssten sie sich in der Veikkaus-Zentrale in der Hauptstadt melden, sagte ein Sprecher der Zeitung „Ilta Sanomat“.

Freude auch für deutsche Lottospieler

Zudem gab es nach Angaben von Westlotto acht weitere „Lotto-Millionäre“, fünf davon aus Deutschland. Jeweils gut 3,5 Millionen Euro streichen demnach Gewinner aus Berlin, Niedersachsen, Baden-Württemberg und zweimal Nordrhein-Westfalen ein, die anderen drei kommen aus Finnland, Norwegen und Kroatien.

Seit Start des Eurojackpots 2012 habe die Lotterie 134 Menschen in den 18 teilnehmenden europäischen Staaten zu Millionären und Multimillionären gemacht, sagte Eurojackpot-Sprecher Bodo Kemper am Samstag in Münster. Dabei seien 69 Millionengewinner aus Deutschland und 23 aus dem – sehr viel kleineren – Finnland gewesen. Der große Anteil finnischer Gewinner sei leicht zu erklären: „Die Finnen sind einfach lottobegeistert und haben einen sehr hohen Anteil an Spielern.“

Jackpot erreichte zum vierten Mal gesetzliche Obergrenze

Zuvor war der Eurojackpot zehnmal nicht geknackt worden . Kemper sprach von einer „regen, regen Nachfrage“, erstmals habe der Einsatz der Spieler 100 Millionen Euro in den 18 teilnehmenden Ländern überstiegen. „Da ist eine Schallmauer durchbrochen worden.“

Seit dem Start des Eurojackpots im Jahr 2012 hatte die europäische Lotterie zum vierten Mal die gesetzlich festgelegte Obergrenze erreicht. Im Mai 2015 waren die 90 Millionen Euro nach Tschechien geflossen, im Oktober 2016 in den Schwarzwald nach Deutschland. Als der Super-Jackpot von 90 Millionen Euro das dritte Mal ausgeschüttet wurde, gingen jeweils 18 Millionen an Tipper in Berlin, Hessen, Niedersachsen, Dänemark und die Niederlande. Nun also nach Finnland.

Wahrscheinlichkeit auf Hauptgewinn größer als bei „6 aus 49“

Die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn liegt bei 1 zu 95 Millionen. Dazu müssen 5 aus 50 sowie 2 aus 10 Zahlen richtig getippt werden. Zum Vergleich: Die Chance für sechs Richtige plus Superzahl im klassischen „6 aus 49“ liegt bei 1 zu 140 Millionen.

Wer bemerkt, dass er sein Lotto-Spielverhalten nicht mehr im Griff hat, findet im Netz auf Seiten der Lotto-Anbieter Hilfsangebote und den Kontakt zu Beratungsstellen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet etwa eine kostenlose und anonyme Hotline an; sie ist unter 0800 - 37 27 00 erreichbar.

Beratungsangebote für Spielsüchtige

Ebenfalls kostenfrei ist die Hotline für ein türkischsprachiges Beratungsangebot: 0800 - 326 47 62. Unter dem Namen „Check dein Spiel“ bietet die BZgA auch Hilfe im Internet. Gemeinsam mit den Gesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks bietet die BZgA Hilfsangebote und Informationen für Betroffene und Angehörige auch auf der Internetseite spielen-mit-verantwortung.de. Zudem bietet der Verein Glücksspiel Selbsthilfe auf seiner Internetpräsenz eine Sammlung verschiedenster Beratungsstellen, Kliniken und Selbsthilfegruppen in Deutschland. (dpa/jkali)