Lebensgefahr

Im Keller gegrillt – Drei Kinder erleiden CO-Vergiftung

Eine Gruppe hat in Bremen im Keller gegrillt – eine lebensgefährliche Aktion (Symbolbild).

Eine Gruppe hat in Bremen im Keller gegrillt – eine lebensgefährliche Aktion (Symbolbild).

Foto: LauriPatterson / Getty Images/iStockphoto

Eine Gruppe wollte wohl den eisigen Temperaturen entfliehen und hat ihren Grillabend in einen Keller verlegt – mit tragischen Folgen.

Bremen.  Bei einem Grillabend im Keller eines Wohnhauses in Bremen sind acht Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Unter den Verletzten sind auch drei Kinder. Sie erlitten Kohlenmonoxid-Vergiftungen, wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Das ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand.“

Die Gefahr sei ihnen nicht bewusst gewesen. Einer der Betroffenen habe die Behandlung dennoch auch nach Aufklärung durch die Rettungskräfte verweigert.

Die sieben übrigen Betroffenen wurden zur Behandlung in Kliniken gebracht, unter anderem in eine Spezialklinik nach Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Die Gruppe habe den Rettungsdienst benachrichtigt, nachdem einer der Beteiligten einen Krampfanfall erlitt, teilte die Feuerwehr mit.

CO-Warngeräte schlugen Alarm

CO-Warngeräte, die die Rettungskräfte als Teil der Standardausrüstung mitführten, hätten sofort nach dem Eintreffen Alarm ausgelöst, hieß es. Etwa 60 Rettungskräfte waren an dem Einsatz beteiligt.

Erst vor wenigen Tagen war in Esslingen nahe Stuttgart eine vierköpfige Familie an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Die beiden 29 Jahre alten Eltern und ihre drei und vier Jahre alten Kinder wurden von Angehörigen am Montagmittag durch ein Fenster leblos entdeckt. Vieles spricht nach Polizeiangaben dafür, dass das farb- und geruchslose Gas in diesem Fall an der Heizungsanlage des Hauses ausgetreten sein könnte.

Im Schlaf wird Vergiftung häufig nicht bemerkt

Kohlenmonoxid blockiert den Transport von Sauerstoff im Blut. Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit – und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod. Vor allem im Schlaf werden die Symptome nur selten bemerkt.

Gefährliche Konzentrationen von Kohlenstoffmonoxid können bei defekten Heizungsanlagen entstehen oder bei offenen Feuern in Räumen ohne geeigneten Abzug. (dpa/kge)


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