Brüssel

Zugführer macht sich zur Schnecke

Brüssel. „Operation Schnecke“ nennt Cedric Grumiaux seine Aktion. Der Belgier fährt seit Tagen im Schneckentempo über die Schienen in Südbelgien. Einmal kommt er 37 Minuten zu spät am Zielbahnhof an, ein anderes Mal sind es 15 oder 20 Minuten. Mit purer Absicht. Und zum Leidwesen der Passagiere. Und zum Entsetzen der belgischen Eisenbahnen NMBS, die versuchen, sich um Pünktlichkeit zu bemühen.

Grund: Er will entlassen werden, weil er von einer privaten Eisenbahnlinie ein lukrativeres Angebot erhalten hat. Doch die NMBS wollen ihn nicht gehen lassen. ,,Er muss eine Kündigungsfrist von einem Jahr einhalten. So steht es in seinem Arbeitsvertrag,‘‘ sagt Timitri Temmerman von den NMBS. „Ein Jahr warten kann ich nicht“, sagt Gruminaux. Er will weitermachen mit seiner Protestaktion. Und langsam sein Ziel erreichen.

( hhz )

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