Gerichtsmedizin

Für tot erklärter Spanier wacht vor Obduktion wieder auf

Ein tot geglaubter Häftling ist in Spanien kurz vor der Obduktion im Leichensack aufgewacht. Allerdings konnte der Mann nicht sprechen.

Drei Ärzte hatten einstimmig den Tod des Spaniers festgestellt.

Drei Ärzte hatten einstimmig den Tod des Spaniers festgestellt.

Foto: Marijan Murat / dpa

Oviedo.  Kurz vor der geplanten Obduktion soll ein für tot erklärter Häftling in Spanien in einem Leichensack wieder aufgewacht sein. Drei Ärzte hatten zuvor einstimmig den Tod des Mannes festgestellt, wie spanische Medien berichteten.

Totgeglaubter gab Geräusche von sich

Der Mann war demnach in seiner Gefängniszelle mit blau angelaufenem Gesicht und ohne Lebenszeichen gefunden worden. „Das erste, woran er sich erinnert, ist dass er sich in einem schwarzen Sack befand“, zitierte die Zeitung „El Mundo“ am Mittwoch die Frau des wegen Diebstahls verurteilten Mannes.

Weil er nicht habe sprechen können, habe er Laute von sich gegeben, um auf seine Situation aufmerksam zu machen. Diese habe ein Arzt gehört und den Mann befreit. Daraufhin sei umgehend eine Behandlung eingeleitet worden.

Häftling trägt offenbar keine Hirnschäden davon

Die haarsträubende Geschichte ereignete sich den Berichten zufolge bereits am Sonntag im forensischen Institut von Oviedo im nordspanischen Asturien.

Zunächst sei befürchtet worden, dass die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn des Mannes unterbrochen worden war und er deshalb Hirnschäden davongetragen haben könnte. Jedoch gaben die Mediziner Entwarnung. Der Patient habe sich als erstes nach seiner Frau erkundigt, hieß es. Es sei eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet worden, schrieb die Zeitung „La Voz de Asturias“. (dpa)

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