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Buschfeuer

Waldbrände in Kalifornien bedrohen Luxusvillen von Bel Air

Schwere Waldbrände in Südkalifornien bedrohen auch das Promi-Viertel Bel Air in Los Angeles. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Mi, 06.12.2017, 12.54 Uhr

In Kalifornien wüten erneut verheerende Buschbrände. In der Region um Ventura sind zahlreiche Gebäude den Flammen zum Opfer gefallen. Zehntausende Menschen mussten nach Behördenangaben ihre Hä...

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Ventura/Bel Air.  Dichter Rauch und lichterlohe Flammen im Süden Kaliforniens: Gleich an mehreren Stellen sind in dem US-Westküstenstaat Buschfeuer ausgebrochen , die von starken Winden angefacht werden. Eines der Feuer bedroht nun auch das Promi-Viertel Bel Air. In dem Gebiet im Westen von Los Angeles sind nach Angaben der Behörden am Mittwoch mindestens vier Häuser abgebrannt. Mehrere Straßenzüge wurden geräumt. Die Feuerwehr hat Anwohner alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereit zu stehen.

Auch der deutsche Prinz Frederic von Anhalt, der nach dem Tod von seiner Frau Zsa Zsa Gabor vor einem Jahr weiter in der Nobelvilla in Bel Air lebt, wurde gewarnt. "Ich habe wichtige Unterlagen, zwei Gemälde meiner Frau und ihre Urne ins Auto gepackt", sagte der 74-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich kann den starken Rauch sehen, der in unsere Richtung zieht", so Frederic von Anhalt. Im Ernstfall könne er sein Domizil schnell verlassen.

Am Mittwoch näherte sich das sogenannte Skirball-Feuer auch dem berühmten Getty Museum im Westen der Millionen-Metropole. Die Einrichtung blieb geschlossen. Die nahe gelegenge Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde zeitweise gesperrt. Videos in sozialen Netzwerken zeigten eine rote Feuerwand, die sich neben der von dichtem Morgenverkehr befahrenen Autobahn her walzte.

Schwere Waldbrände haben in Kalifornien Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben und hunderte Gebäude zerstört.
Nach Angaben der Behörden brach das Feuer unweit der Ortschaft Ventura zwischen Santa Barbara und Los Angeles aus.
Nach Angaben lokaler Medien breiteten sich die Brände explosionsartig aus.
Viele Menschen verloren durch die Feuer ihre Häuser.
Feuerwehrleute ließen Häuser kontrolliert niederbrennen, die nicht mehr zu retten waren.
Zehntausende Menschen seien auf der Flucht vor den Flammen, hieß es.
Auch im kalifornischen Sylmar weiter im Landesinneren brennt es. 2017 war für Kalifornien und andere westliche Staaten der USA wegen anhaltender Trockenheit ein besonders schlimmes Waldbrandjahr.
Für viele Tiere kam jede Hilfe zu spät.
Die Brände griffen schnell um sich.
Verzweiflung bei den Menschen, die ihr Heim verloren haben.
Die Feuer werden von den für Südkalifornien typischen Santa-Ana-Winden angefacht. Die Föhnwinde entstehen zwischen den Rocky Mountains und der Sierra Nevada.
Die Behörden versuchen, die Feuer aus der Luft zu löschen.
Doch auch der Abwurf des Löschwassers ist wegen der starken Winde schwierig.
Dieses Auto ist nicht mehr zu retten.
Anwohner bekämpfen Glutnester, die vom Wind verstreut werden.
Das Feuer bei Sylmar wird „Thomas Fire“ genannt.
Wegen der Brände ist die Autobahn 210 gesperrt.
Ausgebrannte und völlig zerstörte Häuser im Norden des San Diego County.
Feuerwehrmann Simon Garcia vom Heartland Fire Department wird von einer Frau umarmt, nachdem sie ihr Haus unversehrt vorfand.
Andere hatten nicht so viel Glück.
Viele Häuser wurden vollkommen zerstört.
Verbrannte Palmen bei Ventura.
Die Brände aus der Luft.

Unabhängig von diesem Brand war der Bezirk Ventura County nordwestlich von Los Angeles besonders betroffen. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, nach Angaben der Behörden brannte seit Montag eine Fläche von mehr als 260 Quadratkilometern ab. Am Mittwoch fraß sich das Feuer bis zur Pazifikküste durch.

Auch im Norden und Osten von Los Angeles sind Tausende Häuser von Flammen bedroht. In den betroffenen Regionen gilt der Notstand. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles, sprach von einem "Wunder", das bisher keine Todesopfer aus den Brandgebieten gemeldet wurden. Mit einem großen Aufgebot von Helfern würde man gegen die Flammen vorgehen. Bei abflauenden Winden machten die Einsatzteams am Mittwoch Fortschritte.

Heftige Winde hatten die Flammen angefacht und rasch verbreitet. Die gefürchteten Santa-Ana-Winde, trockene und heiße Winde, wehen mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss bis mindestens Freitag mit starken Böen gerechnet werden. (dpa)