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Ulm

Bombenalarm in Ulm – Keine Spur zu DHL-Erpresser

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Ulm. Ein harmloses Werbegeschenk zu Weihnachten hat in Ulm vor dem Hintergrund der DHL-Erpressung einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Beamten waren zu einer Apotheke gerufen worden, weil dort ein Paket ohne Absender eingegangen war. Nach einer guten Stunde gab es Entwarnung. Es habe sich um eine normale Paketlieferung mit einem Werbegeschenk gehandelt, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Apotheken-Betreiber hatte wegen des Pakets ohne Absender die Beamten verständigt. Derzeit wird bundesweit vor Paketbomben gewarnt, weil einer oder mehrere Erpresser vom Logistikkonzern DHL einen Millionenbetrag fordern. Am Freitag hatte in dem Zusammenhang ein Sprengsatz am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm ausgelöst. Im Zuge der Fahndung nach dem DHL-Erpresser warnt die Polizei vor dem Öffnen verdächtiger Pakete. Da Paketbomben in der Regel erst beim Öffnen explodierten, sollten Empfänger bei einem Verdacht das Paket oder den Brief keinesfalls berühren und sich in Sicherheit bringen, hieß es in einer vom Polizeipräsidium des Landes Brandenburg veröffentlichten Anweisung: "Unterlassen Sie im Verdachtsfall jegliches weiteres Hantieren mit der Sendung!"

Zu der Paketbombe, die in der vergangenen Woche einer Potsdamer Apotheke zugestellt wurde, seien bei der Sonderkommission "Quer" bislang 70 Hinweise eingegangen. Eine heiße Spur war bislang nicht darunter. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung sollen der oder die Erpresser von dem Paketdienstleister DHL zehn Millionen Euro in der Digitalwährung Bitcoin fordern. Zu dem Bericht wollte sich die Polizei nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.