Bergkamen

Brandanschlag auf Bauarbeiter-Unterkunft

Bergkamen. Bei einem Brand in einer Bauarbeiterunterkunft in der Ruhrgebietsstadt Bergkamen sind durch Rauchgase 31 Bewohner verletzt worden, sieben von ihnen lebensgefährlich. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Wer dahinterstecken könnte, ist unklar. „Es wird in alle Richtungen ermittelt“, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen.

Ein Zeuge hatte in der Nacht zum Freitag rund eine halbe Stunde nach Mitternacht der Polizei ein brennendes Auto vor dem Mehrfamilienhaus gemeldet, nachdem er einen Knall gehört hatte. „Darüber hinaus gab es Hinweise zu einem zweiten Brandherd im Hausflur“, berichtete die Behörde.

Nach Angaben von Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) brannten im Flur mehrere Autoreifen. Das Auto brannte aus. Ein daneben geparkter Lieferwagen wurde in Mitleidenschaft gezogen. 21 Personen flüchteten auf das Dach des Hauses, sie wurden von dort gerettet. Rund 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. Das Feuer selbst war in kurzer Zeit gelöscht.

Das Haus befindet sich in einem kleinen Gewerbegebiet. Laut Schäfer sind dort 33 Bauarbeiter aus Rumänien und 8 aus Moldawien gemeldet. „Es sind Arbeiter, die für eine Baufirma aus Unna arbeiten“, sagte der Bürgermeister. Als das Feuer ausbrach, seien nicht alle im Haus gewesen. Alle Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Die Baufirma habe zugesagt, die Männer nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus woanders unterbringen zu wollen.

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