Unfall

Mann rettet Baby aus den Armen des ertrinkenden Vaters

In Irland stürzt ein Auto ins Meer. Es sterben alle Insassen bis auf ein vier Monate altes Baby. Der Vater am Steuer war betrunken.

Der Familienvater fuhr mit dem Auto in die irische See. Nur das Baby überlebte den Unfall.

Der Familienvater fuhr mit dem Auto in die irische See. Nur das Baby überlebte den Unfall.

Foto: imago stock&people / imago/Bluegreen Pictures

Buncrana.  Es ist ein furchtbares Unglück: Ein Familienvater hat sein Auto ins Meer gesteuert. Fünf Menschen starben dabei – nur ein Baby konnte gerettet werden. Der Unfall geschah laut „Times“ bereits im März vergangenen Jahres.

Sean McGrotty (49) war damals mit seinem Auto in Buncrana, Irland, auf einem nassen Küstenweg unterwegs. Im Auto saßen seine drei kleinen Kinder Mark (12), Evan (8) und Rionaghac-Ann (vier Monate), seine Schwiegermutter und die Tante.

Plötzlich rutschte das Auto ab und stürzte ins offene Meer.

Familienvater war betrunken

Der ehemalige Fußballspieler Davitt Walsh war zufällig vor Ort als der Unfall geschah- Er hörte die Hilferufe der Kinder und schwamm zum im Wasser sinkenden Auto. Sean McGrotty schlug die Scheibe ein und reichte Walsh das vier Monate alte Kleinkind. „Rette mein Baby“, soll der Familienvater noch geschrien haben, dann versank der Wagen im Meer. Rionaghac-Ann überlebte als einzige den Unfall.

Das schreckliche Detail des Unfalls: Der Familienvater war bei der Fahrt betrunken. Sean McGrottys Blut soll laut „Times“ einen Alkoholwert von 1,5 Promille aufgewiesen haben. Erlaubt sind in Irland aber nur 0,5 Promille.

Straße war übersät mit Algen

Deswegen wurde am Donnerstag in einer gerichtlichen Untersuchung entschieden, dass der Unfall und der Tod der fünf Menschen selbstverschuldet war. Das berichtet der „Guardian“. Wie der britische „Mirror“ berichtet, war die Straße übersät von Algen und seit 2015 nicht mehr gereinigt worden.

Die Mutter der drei Kinder, die während des Unglücks auf einem Junggesellinnenabschied in Liverpool war, erklärte, ihr Herz sei gebrochen. Durch ihren Anwalt ließ sie ein Statement verlesen: „Ich denke, dass die Küstenstraße hätte gesperrt sein müssen. So ein Unfall musste passieren.“

Sie hoffe, dass man aus diesem tragischen Vorfall lerne. „Sean war ein wunderbarer Vater und Partner. Er ist so gestorben, wie er gelebt hat: Er hätte sein eigenes Leben retten können, aber er dachte zuerst an seine Kinder.“ (jha)

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