Sexismus

Belästigungsvorwürfe gegen US-Moderator Charlie Rose

Neue Vorwürfe wegen sexueller Belästigung. Diesmal betreffen sie den in den USA bekannten Moderator Charlie Rose. Er wurde suspendiert.

Talkshow-Star Charlie Rose wird von mehreren Kolleginnen vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben.

Talkshow-Star Charlie Rose wird von mehreren Kolleginnen vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben.

Foto: Richard Shotwell / dpa

Washington.  In den USA ist einem weiteren Prominenten vorgeworfen worden, Frauen sexuell belästigt zu haben. Der Fernseh-Moderator Charlie Rose (75) entschuldigte sich am Montag bei mehreren Kolleginnen, nachdem diese an die Öffentlichkeit gegangen waren.

Acht Frauen sagten der „Washington Post“, Rose habe anzügliche Bemerkungen gegenüber ihnen gemacht, sie in fragwürdige Telefonate verwickelt oder sei nackt aus der Dusche erschienen, während man gemeinsam gearbeitet habe. Einige der Frauen sagten auch, Rose habe sie mehrfach an Brüsten, Hintern und sogar Geschlechtsteilen angegrapscht.

Bei den Frauen handelt es sich um Mitarbeiterinnen der „Charlie Rose“-Show, die Vorwürfe gehen auf Vorfälle zwischen Ende der 1990er Jahre und 2011 zurück. Die Aussagen der Frauen, die die „Washington Post“ dokumentiert, ähneln sich in ihrem Inhalt. Auch sprach die Zeitung mit Angehörigen und Freunden der Frauen, denen sie sich anvertraut hatten. Fünf der acht Frauen wollten anonym bleiben.

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Sender CBS und PBS trennten sich von Rose

Rose selbst sagte in einem Statement: „Ich habe mich zeitweise taktlos verhalten und übernehme dafür die Verantwortung.“ Er glaube jedoch nicht, dass alle Vorwürfe korrekt seien.

Rose moderierte die politischen Talkshows auf den Sendern PBS und CBS. Die Sender trennten sich unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Rose oder suspendierten bis zur Klärung seine Sendungen.

Rose ist ein weiterer in einer ganzen Reihe von Prominenten, die wegen möglicher sexueller Übergriffe in Verruf geraten sind. Zuletzt waren Vorwürfe gegen den Senator und früheren Entertainer Al Franken sowie gegen den Senatskandidaten in Alabama, Roy Moore, laut geworden. (dpa)

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