Thekenfahrräder

Amsterdam verbannt die „Bier-Bikes“ aus der Stadt

Ein Thekenfahrrad in Amsterdam. Die Stadt hat die Gefährte nun aus dem Stadtbild verbannt.

Ein Thekenfahrrad in Amsterdam. Die Stadt hat die Gefährte nun aus dem Stadtbild verbannt.

Foto: imago stock&people / imago/Paulo Amorim

Amsterdam greift durch gegen betrunkene und grölende Party-Radler: Die umstrittenen „Bier-Bikes“ müssen jetzt in der Garage bleiben.

Amsterdam.  In Amsterdam dürfen ab diesem Mittwoch keine Thekenfahrräder mit integrierter Bierzapfanlage mehr durchs Stadtzentrum fahren. Ein entsprechendes Verbot der Stadt wurde am Dienstag vom Amsterdamer Bezirksgericht bestätigt.

Die Richter stimmen demnach mit dem Stadtrat der Metropole überein, dass „die Kombination von Verkehrsbehinderungen, unsozialem Verhalten und dem geschäftigen Stadtzentrum ein Verbot rechtfertigt“, heißt es in einer Erklärung des Gerichts.

Amsterdamer fühlen sich belästigt

Vor allem Touristen nutzen die auch in anderen europäischen Metropolen wie Berlin bekannten „Bier-Bikes“, um Städte zu erkunden und dabei gleichzeitig zu feiern und zu trinken. Die Sitze der Radler sind rund um eine Zapfanlage angeordnet, bei der sich die Mitfahrer bedienen können.

Die Bewohner Amsterdams fühlten sich zunehmend gestört durch die „Bier-Biker“. Rund 6000 Bewohner des Stadtzentrums hatten voriges Jahr eine Petition für ein Verbot der Räder, die sie als „schreckliches Phänomen“ bezeichneten. „Bier-Biker“ waren immer wieder durch Grölereien, Belästigungen und Urinieren am Straßenrand aufgefallen.

Gericht: Verbot ist gerechtfertigt

Vor Gericht waren vier Tour-Veranstalter zunächst erfolgreich gegen das damals verhängte Verbot vorgegangen. In dem Urteil vom Dienstag stimmten die Amsterdamer Richter nun jedoch dem Vorwurf der „Bier-Bike“-Gegner zu, dass die Räder massive Probleme verursachten, die ein Verbot rechtfertigen. (W.B.)

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