Vermisstenfall

Dreijährige muss nachts vor die Tür – und verschwindet

Ein Mann hat in Dallas seine Adoptivtochter zur Strafe mitten in der Nacht nach draußen geschickt. Nun wird das Mädchen (3) vermisst.

Zur Strafe schickte ein Vater seine kleine Adoptivtochter nachts um 3 Uhr nach draußen vor die Tür (Symbolfoto).

Zur Strafe schickte ein Vater seine kleine Adoptivtochter nachts um 3 Uhr nach draußen vor die Tür (Symbolfoto).

Foto: imago / imago/biky

Richardson.  Weil sie ihre Milch nicht trinken wollte, hat ein Mann seine dreijährige Adoptivtochter zur Strafe vor die Haustür geschickt – nachts um 3 Uhr. Jetzt ist das Mädchen aus Richardson, einem Vorort von Dallas im US-Bundesstaat Texas, verschwunden. Die Polizei sucht nach der Vermissten.

Wie das Magazin "Time" berichtet, fehlt von dem Mädchen seit Samstagnacht jede Spur. Der Vater hatte das entwicklungsgestörte Mädchen allein nach draußen geschickt und erst nach rund einer Viertelstunde nach ihr gesehen, heißt es in dem Artikel unter Berufung auf die eidesstattliche Erklärung des Mannes. Doch die Dreijährige sei nicht mehr im Garten gewesen. Erst fünf Stunden später verständigte der 37-Jährige die Polizei.

Adoptivvater auf Kaution wieder frei

Am Samstag wurde der Mann festgenommen, später aber nach Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß gelassen, heißt es in dem Bericht weiter. Da die Dreijährige unterernährt gewesen sei, als die Familie sie adoptierte, sei es nicht unüblich gewesen, dass sie nachts aufstand, um etwas zu essen.

Die Familie sei den Behörden bekannt gewesen, Details wurden aber nicht bekannt. Die Kinderschutzbehörde nahm am Montag ein vierjähriges Kind aus der Familie in ihre Obhut. Nun ermittelt die Polizei.

Um herauszufinden, was mit der Kleinen passiert ist, hat die Polizei Fahrzeuge, Handys und Laptops der Familie beschlagnahmt. Zudem wertet sie das Bildmaterial mehrerer Überwachungskameras in der Umgebung aus. (jkali)

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