Kriminalität

Rohrreiniger auf Spielplätze gestreut – Verdächtiger gesteht

Mehrfach soll ein Mann Spielplätze mit Rohrreiniger vergiftet haben. Nach einer öffentlichen Fahndung hat der Mann die Tat zugegeben.

Mit diesen Fotos fahndete die Polizei Aachen nach dem Täter. Nachdem der Verdächtige gefasst ist, hat unsere Redaktion die Person auf dem Bild unkenntlich gemacht.

Mit diesen Fotos fahndete die Polizei Aachen nach dem Täter. Nachdem der Verdächtige gefasst ist, hat unsere Redaktion die Person auf dem Bild unkenntlich gemacht.

Foto: Polizei Aachen

Aachen.  Nur Stunden nach Veröffentlichung eines Fotos aus einer Fotofalle hat die Polizei einen Mann festgenommen, der durch Chemie-Attacken auf Spielplätze Kinder verletzt haben soll. Zeugen hatten den Mann auf dem Schwarz-Weiß-Foto aus der Falle erkannt, in die der Mann am Sonntag bei seiner jüngsten Attacke mit ätzendem Rohrreiniger in einem Aachener Park gelaufen war.

Der Aachener hat die Tat zwar zugegeben, jedoch habe er kein Täterwissen offenbart. "Das ist noch kein Geständnis", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Katja Schlenkermann-Pitts. Der Mann werde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.

Der 53-Jährige wohnt nach Angaben der Staatsanwaltschaft in unmittelbarer Nähe des Parks. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler am Mittwoch unter anderem Rohrreiniger, den der Mann seit Juni auf Spielplätzen und an Grillhütten ausgestreut haben soll.

Fotofalle schnappte am Sonntag zu

Mehrere Kinder waren in den vergangenen Wochen durch Rohrreiniger auf Aachener Spielplätzen verletzt worden. Die Polizei hatte daraufhin eine Fotofalle aufgestellt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren zwei Kameras in einem Park aufgestellt, in dem es schon Attacken mit Rohrreiniger gegeben hatte. Als der Täter am Sonntag die Chemikalie auf Kinderschaukel und Klettergerüst verschüttete, lief er in die Foto-Falle.

Fotos zeigen Mann mit Dose in der Hand

Es sei Glück gewesen, dass die Kameras genau richtig positioniert waren, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Auf dem Foto war ein unmaskierter Mann mit einer Dose in der Hand zu sehen. Die Polizei hatte das Foto veröffentlicht.

Drei Kinder waren in Kontakt mit der Substanz gekommen und leicht verletzt worden. Nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus konnten sie aber wieder entlassen werden. Die Stadtverwaltung hatte alle Kindergärten angeschrieben und vor der Chemikalie gewarnt. (bekö/dpa)

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