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Von Crocs bis weiße Socken – Die peinlichsten Modesünden

Über Sandalen und weiße Socken ist schon oft gelästert worden. Aber es gibt noch ganz andere Modesünden. Die schlimmsten im Überblick.

Die 7 peinlichsten Modesünden

Modesünden
Mo, 07.08.2017, 14.01 Uhr

Die 7 peinlichsten Modesünden

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Berlin.  Früher waren Modesünden klar definiert: weiße Tennissocken? Bloß nicht! Trainingsanzüge auf der Straße? Bitte nicht! Und Rot mit Pink kombinieren? Ohjeeee. Aber heute gehören Jogginghosen zum normalen Bild, sind richtig gestylt sogar bürotauglich. Und Tennissocken sind ebenfalls nicht mehr so verpönt (außer in Sandalen!). Und was die Farbkombination anbelangt: Da ist schon lange nichts mehr unmöglich.

Also gibt es überhaupt noch Modesünden? Oh ja, die gibt es! Wir haben die schlimmsten Styling-No-Gos mal unter die Lupe genommen und von Experten bewerten lassen.

Oberbekleidung:

Bolero

Auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so schlimm, aber in den Augen der Stylisten Manuel Cortez und Miyabi Kawai ein absolutes No-Go: der Bolero.

Die beiden Experten, die in der Vox-Sendung "Schrank-Alarm" Kandidaten modisch beraten, können mit dem Mini-Jäckchen gar nichts anfangen. "Der hat den einzigen Zweck, die Arme zu kaschieren", sagt Cortez. "Das ist bei uns ein No-Go!", fügt Kawai hinzu. Denn bei Klamotten geht es darum schön und modisch auszusehen, aber mit einem Bolero sei das absolut unmöglich.

Bauchfreie Girlie-Tops

In den 90er Jahren total hip, danach verpönt: bauchfreie Tops. Mittlerweile feierte das kleine Stückchen Stoff zwar sein Comeback und nennt sich nun Crop-Top, aber in seiner ursprünglichen Form ist er dennoch eine absolute Sünde und sollte noch immer ganz hinten im Schrank vergraben bleiben – oder gleich in die Altkleidersammlung.

Um nicht in die Modefalle zu tappen, sollten Bauchfrei-Liebhaber vor allem eins beachten: die richtige Kombination. Heute werden sie klassisch zu High-Waist-Hosen oder -Röcken kombiniert. "Da sieht man nur einen Streifen Haut unterhalb der Brust, was sehr sexy sein kann – übrigens auch bei großen Größen. Diesen Teil des Bauchs kann wirklich jede Frau zeigen", sagt Kawai.

Unterbekleidung:

Leggings als Hosen

Nicht selten sieht man sie: Leggings, die von ihren Trägerinnen zu kurzen Shirts getragen und damit als Hosen missbraucht werden. Eine absolut schlechte Idee. Bei Strumpfhosen kommt ja auch keiner auf die Idee, sie ohne Rock zu tragen. Auch Cortez und Kawai können vor diesem Phänomen nur warnen.

"Leggings sind keine Hosen, deshalb sollte man sie auch nicht so tragen. Leggings wie eine Hose zu tragen, ist für uns ein No-Go. Man kann sie ruhig anziehen, aber sollte den Schritt nicht freilegen, denn das ist a) nicht so gedacht und b) nicht besonders schön, denn dann hat man schnell einen Cameltoe", lautet das harte Urteil.

Schlaghosen-Kleider-Kombination

Auch Kleider über Schlaghosen – sowohl vor 20 Jahren, als auch heute – sind "eine absolute Modesünde", findet Manuel Cortez.

Jogginghosen

Laut Modeschöpfer Karl Lagerfeld habe man die Kontrolle über sein Leben verloren, sobald man eine Jogginghose trägt. Die Modeindustrie sieht das anders. In der richtigen Kombination sind Trainingshosen sogar alltagstauglich. Einige Modeberater warnen dennoch vor dem Trend, so auch Andreas Rose. Denn einmal falsch kombiniert, sieht der Look direkt prollig-faul aus – und das klingt dann direkt wieder nach Modesünde hoch zehn.

Fußbekleidung:

Weiße Socken und Sandalen

Vor allem auch an den Füßen kann modisch einiges schiefgehen. Der Klassiker: weiße Socken in Sandalen. Dass die "gar nicht gehen, wissen mittlerweile ja alle", sagt Cortez. Dennoch kommt es immer wieder vor – gerade deutsche Touristen schrecken nicht davor zurück.

Ugg-Boots

Aber es gibt noch weitere Modesünden an den Füßen. Ugg-Boots gehören ebenfalls verbannt. "Was das Problem bei Ugg-Boots ist: Sie haben kein richtiges Fußbett. Das heißt, die Menschen mit Gehfehler laufen falsch darin, der Schuh reibt sich ab und sieht extrem schlampig aus", erklärt Kawai. "Wenn man sieht, wie die Ugg-Boots runtergetragen werden, das ist eigentlich das No-Go an ihnen."

Crocs

Am allerschlimmste sind allerdings Crocs! "Die sind als Gartenschuhe konzipiert worden. Wenn jemand in Crocs im Garten steht, dann falle ich nicht hintenüber. Aber damit in den Straßen rumzulaufen, ist ein No-Go!", stellt Kawai klar.

Farbkombinationen:

Modedesigner Guido Maria Kretschmer hat dazu eine ganz klare Meinung: "Orange in der Kombination mit Königsblau – schlimm. In Holland kannst du das vielleicht noch machen", urteilt der Designer im Gespräch mit dieser Redaktion. Ebenfalls auf seiner No-Go-Liste: Lachstöne. "Als Fisch ist er lecker, aber ansonsten nicht meins. Altrosa finde ich auch fies."

Kawai und Cortez zeigen sich in dieser Hinsicht liberaler. "Lieber mehr Farbe tragen und mal einen Ton daneben liegen, als nur Grau in Grau zu wählen", lautet ihr Standpunkt, denn "die ganze Welt ist bunt".

No-Gos für Männer:

Auch die Herren der Schöpfung greifen nicht selten daneben. Was früher gerade noch so durchging, will heute niemand mehr sehen. Dazu zählt auch der Brilli-Ohrring à la Justin Timberlake. "Der ist natürlich out", weiß Cortez. Ähnlich verhält es sich mit dem Mikropony aus den 90er Jahren.

Aber eines sei allen Trend- oder Nicht-Trendsettern gesagt: Die größte Modesünde in Cortez' und Kawais Augen ist es, nicht authentisch zu sein. "Auch jemand, der die schlimmsten Sachen trägt, aber dazu steht, ist in unseren Augen gut angezogen. Denn er ist authentisch."

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