Todesfall

Bordellbesucher starb auf Polizeiwache an Herzversagen

Ein Freier wurde von der Polizei aus einem Bordell geholt. Auf der Wache verweigert der Mann eine Untersuchung – und stirbt plötzlich.

In Braunschweig ist ein Freier nach einem Bordellbesuch gestorben. Er befand sich im Polizeigewahrsam.

In Braunschweig ist ein Freier nach einem Bordellbesuch gestorben. Er befand sich im Polizeigewahrsam.

Foto: Ralph Peters / imago

Braunschweig.  Ein 35-Jähriger Bordellbesucher ist im Polizeigewahrsam in Braunschweig gestorben.Wie am Mittwoch bekannt wurde, litt der Mann schon seit längerem unter einer Herzerkrankung. Das ergab die Obduktion in der Medizinischen Hochschule Hannover. Außerdem liegen Hinweise vor, dass der Mann Drogen genommen hatte.

Die genaue Ursache für den Tod des Braunschweigers stehe aber erst fest, wenn das Obduktionsgutachten vorliegt. Denn die ersten Ergebnisse deuten auch daraufhin, dass der Mann Drogen genommen hatte. Der Mann war nach Angaben der Ermittler am Sonntag als Freier in einem Bordell. Von dort gab es einen Notruf wegen des renitenten Verhaltens des Freiers. Der 35-Jährige wollte den Angaben zufolge das Etablissement nicht verlassen und randalierte. Auch die zur Hilfe geeilten Beamten wurden von dem Mann tätlich angegriffen, so dass Pfefferspray eingesetzt werden musste.

Reanimierungsversuche blieben erfolglos

Auch auf der Wache wollte sich der 35-Jährige nach Angaben der Polizei nicht beruhigen. Die Besatzung eines Rettungswagens habe vergeblich versucht, ihn zu untersuchen. Wegen seines aggressiven Verhaltens sei dies jedoch nicht möglich gewesen. Plötzlich habe er kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Rettungssanitäter und ein Notarzt versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren.

Die Ermittlungen hat neben der Staatsanwaltschaft Braunschweig die Polizei in Wolfsburg geführt. „Das ist üblich, um von vorneherein Interessenskonflikte auszuschließen“, sagte der Sprecher der Wolfsburger Polizei, Sven-Marco Claus, am Montag über die Gründe, warum nicht die Braunschweiger Kollegen den Fall untersuchen. (dpa)

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