Phobie

Autofahrer ruft Polizei – weil er Angst vor einem Tunnel hat

Für die Mindener Polizei war es der wohl ungewöhnlichste Einsatz des Jahres. Sie mussten einen Autofahrer retten – vor einem Tunnel.

Die Tunnelphobie eines Autofahrers stoppte die Reise eines Ehepaares auf dem Weg ins Münsterland. Die Beifahrerin konnte nicht übernehmen, denn sie hatte keinen Führerschein. (Symbolbild)

Die Tunnelphobie eines Autofahrers stoppte die Reise eines Ehepaares auf dem Weg ins Münsterland. Die Beifahrerin konnte nicht übernehmen, denn sie hatte keinen Führerschein. (Symbolbild)

Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Minden.  Aus Angst vor der engen Röhre hat ein Autofahrer vor dem Weserauentunnel bei Minden angehalten und die Polizei alarmiert. Der Mann war mit seiner Frau auf einer ihm unbekannten Strecke unterwegs ins Münsterland, als die Fahrt jäh gestoppt wurde – von seiner Tunnelphobie.

Die Angst vor dem Tunnel hätte ihn fahrunfähig und somit zu einer Gefahr für den Straßenverkehr gemacht, erläuterte er den Beamten. Da es auf der autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße keine Wendemöglichkeit gibt und die Ehefrau keinen Führerschein besitzt, saßen die beiden fest.

Polizei bringt Fahrer im Streifenwagen durch Tunnel

Schließlich nahmen die Beamten den verhinderten Fahrer in ihrem Streifenwagen mit durch die Röhre, während eine Polizistin sein Auto mit der Frau lenkte. Die Mindener Polizei bezeichnete diesen Einsatz vom vorigen Mittwoch als ihren ungewöhnlichsten des Jahres 2016.

(dpa)