Rockmusiker

So trauern die Rock-Fans um Status-Quo-Star Rick Parfitt

Die Nachricht vom Tod Rick Parfitts hat viele Fans tief getroffen. Für so manchen waren die Hits von Status Quo ein Teil der Jugend.

Rick Parfitt (li.) in seinem Element. Hier bei einem Auftritt mit Status-Quo-Kollege Francis Rossi.

Rick Parfitt (li.) in seinem Element. Hier bei einem Auftritt mit Status-Quo-Kollege Francis Rossi.

Foto: © Luke MacGregor / Reuters / REUTERS

London.  Der Tod des britischen Status-Quo-Gitarristen Rick Parfitt kam nach Angaben des Band-Managers völlig überraschend. Er habe noch Anfang der Woche mit ihm im spanischen Málaga zu Abend gegessen, berichtete Simon Porter am Sonntag auf Facebook. Da sei der Musiker noch gut drauf gewesen.

Parfitt („Rockin’ All Over The World“) war am Samstag im Alter von 68 Jahren in einer Klinik in Marbella gestorben. Ursache war nach Angaben seiner Familie und des Managers eine Infektion nach einer Schulter-Operation. Der chirurgische Eingriff sei nach einem Sturz notwendig gewesen.

„Mein Kindheit ist weg“

In den sozialen Netzwerken zeigten sich auch Fans der Band geschockt von der Todesnachricht. Auf der Facebookseite von Status Quo schrieb einer etwa: „Mein Kindheit ist weg. Ich bin 54 und fühle mich, als hätte ich ihn gekannt. Natürlich habe ich das nicht getan. Ich bin nur ein Fan. Aber ich bin sicher, Rick würde uns alle ,Rockin’ wollen.“

Und ein anderer Fan drückte seine Trauer so aus: „Eine Legende ist von uns gegangen. Ich bin so glücklich, die Großartigkeit von Status-Quo-Liveauftritten und ihres ultimativen Rhythmus-Gitarristen so oft erlebt zu haben.“

„In liebevoller Erinnerung an Ricky, Worte können die Traurigkeit nicht beschreiben“, erklärte ein Fan auf Twitter – und sprach damit wohl vielen Anhängern der Band aus der Seele.

Herzinfarkte und Krebserkrankung

Der Rockstar war bekannt für seine exzessive Lebensweise. 1997 überstand er den ersten Herzinfarkt, gefolgt von Kehlkopfkrebs und zwei weiteren Herzinfarkten. Den vierten hatte er im Juni 2016 nach einem Konzert in der Türkei - für Minuten sei Parfitt „praktisch tot“ gewesen, sagte der Bandmanager.

Im Oktober 2016 gab Parfitt daher bekannt, dass er mit Status Quo nicht mehr auftreten werde. Von seinem Tod zeigten sich andere Musiker wie Brian May und Peter Frampton sowie die Rockband The Who geschockt.

In Marbella war Parfitt spanischen Medien zufolge ins Immobiliengeschäft eingestiegen. „Ich habe das aus Spaß angefangen, aber es läuft ziemlich gut“, hatte er kürzlich der Regionalzeitung „Sur“ gesagt. (W.B./dpa)