Offenbach

Weiße Weihnachten gibt’s nur in den Bergen

Über die Feiertage werden milde Temperaturen erwartet

Offenbach. Die meisten Deutschen werden in diesem Jahr auf weiße Weihnachten verzichten müssen. Schnee wird es dieses Jahr nur im Hochgebirge geben. Sturmtiefs von der Nordsee bringen an den Feiertagen feuchte Luft mit milden Temperaturen nach Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete. Bei viel Regen vor allem im Norden werden Temperaturen von mehr als zehn Grad erwartet. An Heiligabend wird nur in einer Höhe von mehr als 800 Metern Schnee fallen. Am ersten Weihnachtstag steigt die Schneefallgrenze weiter.

Vom „klassischen Weihnachtstauwetter“ spricht Meteorologe Christoph Hartmann. „Nur gibt es dieses Jahr fast nichts zu tauen.“ Neben der Nässe müsse auf den Bergen und an der Küste an Weihnachten mit stürmischen Böen gerechnet werden.

In den kommenden Tagen bestimmen noch Hoch „Xander“ und Tief „Zarina“ das Wetter im größten Teil des Landes. Am Mittwoch gibt es gebietsweise anhaltenden Nebel oder Hochnebel, vor allem auf den Bergen aber auch Sonne. Dabei bleibt es überwiegend frostig. Am Donnerstag bringt „Zarina“ mit Schützenhilfe von einem noch namenlosen Tief dem Nordwesten Regen. Der Südosten bleibt unter Hochdruckeinfluss. Am Freitag macht sich Hoch „Xander“ nochmals in ganz Deutschland breit, bevor dann an Heiligabend das erste Sturmtief ankommt.

Weihnachten ohne Schnee ist aber in Deutschland eher der Normalfall. So liegt die Wahrscheinlichkeit für eine geschlossene Schneedecke an Weihnachten im Flachland, in den Flussniederungen im Westen und Südwesten sowie im nordwestdeutschen Tiefland nur bei etwa zehn Prozent. In den Mittelgebirgen sieht es mit 30 bis 50 Prozent schon besser aus. Und der Eindruck, früher habe es an den Feiertagen häufiger geschneit, trügt – zumindest statistisch gesehen. Weiße Weihnachten bleiben einfach länger im Gedächtnis, sagen die Meteorologen.