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In Bayern waren mal wieder maskierte Perchten unterwegs

Garstige Masken und schnelle Füße – das brauchen alle, die in Bayern beim Perchtenlauf mitmachen. Jetzt war es wieder einmal soweit.

Da konnte einem angst und bange werden – jedenfalls ein bisschen. Perchten vor ihrem Perchtenlauf.

Da konnte einem angst und bange werden – jedenfalls ein bisschen. Perchten vor ihrem Perchtenlauf.

Foto: MICHAELA REHLE / REUTERS

Osterseeon.  Jetzt kommen die dunklen Tage und ganz langen Nächte, in der Zeit um die Wintersonnenwende herum. Und deshalb waren dieser Tage in Bayern, bei Osterseeon, maskierte Gestalten unterwegs, genannt: die Perchten.

Allerlei düstere, aber auch manche heitere Masken tummelten sich dort. Um der Natur zu helfen im Kampf gegen die Dunkelheit. Die Perchten sind Glücksbringer. Also, nicht so wie die Krampusse, die bestrafen, sondern die Perchten mit Ihren Tänzen, mit dem Stampfen, mit dem Krach und mit die Gesänge wollen wir die Natur wieder aufwecken.

Perchten als Glücksbringer

Hoch springen für die nächste Ernte

Das heißt, das Licht muss wieder kommen. Jetzt, diese Rauchnächte die jetzt kommen, das ist der Kampf Dunkelheit gegen Licht. Das Licht gewinnt, mit Hilfe der Perchten, und die Perchten wecken die Natur wieder auf. Und früher hat man gesagt, so hoch wie der Percht springt, so hoch wachst das Korn im nächsten Jahr.

In der Alpenregion wird diese Jahresphase als eine ganz besondere gesehen, denn in finsteren Vorzeiten zogen Schnee und Dunkelheit massiv in die Täler ein und hielten sie lange im Griff. Über den Ursprung der Brauches sind sich Experten kaum einig. Vieles scheint aber auf vorchristliche Wurzeln dieser Tradition hinzudeuten, wenn man sich heute fragt, wo diese Perchten eigentlich herkommen. (rtr)