Sucre

Vorwürfe gegen Pilot nach Absturz in Kolumbien

Sucre. Miguel Quiroga, der Pilot des Ende November in Kolumbien verunglückten Flugzeugs mit der Mannschaft des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense an Bord, hätte möglicherweise gar nicht am Steuer der Maschine sitzen dürfen. Laut des Anwalts seines Co-Piloten Fernando Goytia, der wie Quiroga beim Absturz ums Leben kam, habe der Pilot nicht genug Flugstunden absolviert, um einen kommerziellen Flug durchführen zu dürfen. „Uns ist es gelungen, nachzuweisen, dass der Pilot Miguel Quiroga nicht die Anzahl an geforderten Trainingsstunden absolviert hat“, sagte Anwalt Omar Duran.

Duran wirft vor allem den zuständigen Gremien einen fahrlässigen Umgang mit geltenden Standards vor. „Trotz der Tatsache, dass die Behörden bestätigten, dass Quiroga nicht die geforderten Flugstunden absolviert hatte, bekam er seine Lizenz“, sagte er. Beim Absturz der Maschine der bolivianischen Charterfluggesellschaft LaMia am 28. November waren 71 der 77 Insassen ums Leben gekommen. Unter den Toten befanden sich unter anderem 19 Spieler von Chapecoense.