Sofia

Fünf Menschen sterben bei Zug-Inferno in Bulgarien

Sofia. Bei einem schweren Zugunglück in Bulgarien sind am Sonnabend mindestens fünf Menschen durch Explosionen ums Leben gekommen. Ein Güterzug mit Gastanks sei am Morgen in dem Dorf Hitrino im Nordosten des Landes entgleist, teilte die Polizei mit. Mindestens 25 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen kämpften mit dem Tod. Die Polizei spricht von einem Inferno.

Einige Opfer hätten fast am ganzen Körper Verbrennungen, sagte Regierungschef Boiko Borissow beim Besuch des Unglücksorts. Die letzten der insgesamt 24 Tankwaggons sollen einen Strommast gerammt haben. Darauf kam es zu den Detonationen.

150 Feuerwehrmänner suchten in den Trümmern der Gebäude nach Überlebenden. Die Hälfte der etwa 800 Einwohner des Dorfes wurde in Sicherheit gebracht, berichtete das Staatsradio.

Das Dorf war am frühen Sonnabendmorgen von einem lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden: „Dann sah ich eine zehn Meter hohe Flamme und Rauch“, sagte ein Dorfbewohner dem Staatsradio. Bei der Explosion in dem kleinen Dorf wurden 20 Häuser zerstört, darunter der Bahnhof, das Gemeindehaus und das Polizeiamt. „Für die schweren Sachschäden wird der Staat aufkommen“, versicherte der Regierungschef, der früher bei der Feuerwehr gewesen war.

Es gebe noch keine Informationen über die genaue Ursache des Unglücks, sagte Verkehrsminister Iwajlo Moskowski. Ein Terrorakt wurde laut einem Bericht des Staatsradios allerdings ausgeschlossen.